30.000 in Innsbruck erwartet: Silvester mit Show, Musik und Tanz
Der Innsbrucker Bergsilvester soll wetterbedingt heuer eiskalt werden, dennoch aber viele der 30.000 Besucher zum Glühen bringen. Am 1. Jänner steigt in der Wildschönau wieder ein stimmungsvolles Klangfeuerwerk.
Innsbruck – Traditionellerweise startet der Festreigen rund um den Jahreswechsel in Innsbruck mit dem Zwergerlsilvester, der bereits heute von 14 bis 17.30 Uhr in der Altstadt und am Marktplatz über die Bühne gehen wird.
Die Erwachsenen sind dann erst am Mittwoch an der Reihe, wenn wieder bis zu 30.000 Feierwütige in der Landeshauptstadt erwartet werden, um beim Bergsilvester ins neue Jahr zu rutschen. Das Programm hierfür ist wie jedes Jahr vielfältig.
Von 11.30 Uhr bis 14 Uhr gibt es beim Goldenen Dachl einen Frühschoppen mit der Dixie Brass Tyrol. Um 21 Uhr legen hier Root Bootleg Rock ’n’ Roll vom Feinsten auf.
Am Marktplatz starten für die Sportlichen um 16.15 Uhr der Silvesterlauf-Aktivitäten. Der Erwachsenenstart ist um 17 Uhr für die 5,6-Kilometer-Schleife.
Im Congress Innsbruck steigt ab 23 Uhr das „offizielle Clubbing“ des Bergsilvesters. Bis zu 3000 Nachtschwärmer können hier in der Dogana bei fetzigen House-Beats feiern. Die Dogana wird erstmals weiß eingekleidet und in Szene gesetzt. Einlass ist hier erst ab 18 Jahren, der Eintritt ist nicht frei.
Der unumstrittene Höhepunkt ist dann um Punkt Mitternacht das Bergsilvester-Feuerwerk, das wie gewohnt vom Waltherpark und von der Seegrube aus abgeschossen wird. Neu ist heuer, dass rund um die Innbrücke ein spektakuläres Lichtkonzept versprochen wird.
Die Mitnahme von Flaschen und Feuerwerkskörpern ist im Veranstaltungsareal untersagt.
Spektakuläres Prosit Neujahr in Wildschönau
Feuerwerk ist nicht gleich Feuerwerk. Das zeigt sich in Wildschönau, wo man das neue Jahr am 1. Jänner auch heuer wieder mit einem beeindruckenden Lichterspektakel in einer atemberaubenden Kulisse begrüßt. Rund 200 Stunden haben die Pyrotechniker an der Choreografie gefeilt, stimmungsvolle Melodien ausgesucht und fast 3500 Effekte behutsam in der Bergwelt platziert, damit der Himmel über Oberau am Donnerstag um 21.30 Uhr wieder in einzigartiger Art und Weise illuminiert wird.
Unter dem Titel „Tal des Feuers – Wildschönau in Flammen“ spielt sich im romantischen Hochtal am Neujahrstag ein erlebenswertes Spektakel mit Explosionen, Effekten und Emotionen ab. Der Eintritt zu diesem Klangfeuerwerk ist frei. Die Location der Veranstaltung befindet sich in der Schießhüttelarena – ein besonderer Platz im Dorfzentrum von Oberau. Bereits ab 20 Uhr gibt es heiße Rhythmen mit DJ Andy und die Gastronomen. Die Vereine des Ortes sind bestens gerüstet. Am Veranstaltungsort gibt es nur ein beschränktes Parkplatzangebot. Daher raten die Veranstalter, die Gratis-Shuttlebusse von Niederau bzw. Auffach zu nutzen. (TT)
So feiert die Welt
DEUTSCHLAND: Die größte Silvesterparty des Landes steigt wieder in Berlin am Brandenburger Tor. Hunderttausende werden vor dem Wahrzeichen der Hauptstadt erwartet. Während sie auf das Neue Jahr warten, bekommen sie einen Song zu hören: David Hasselhoffs „Looking for Freedom“. Der US-Sänger wird aus London eingeflogen. „Er kommt tatsächlich“, sagte eine Sprecherin des Veranstalters. Auf der Bühne stehen auch Tokio Hotel, Geiger David Garrett und Schlagersänger Roland Kaiser. Für jedes Alter etwas. Und dazu tritt um Mitternacht das Russische Staatsballett Moskau auf.
GROSSBRITANNIEN: Das größte Feuerwerk gibt es über der Themse in London rund um das Riesenrad London Eye. Am 1.1. mittags zieht dann traditionell eine Neujahrsparade aus Tänzern, Akrobaten und Musikern den Piccadilly hinunter zum Parlament. Traditionsbewusste Briten starten gern musikalisch ins neue Jahr und singen um Mitternacht gemeinsam „Auld Lang Syne“. Der Text des Liedes kommt aus SCHOTTLAND, wo am 1. der First-Foot, also der „erste Fuß“, Glück bringt: Das ist die erste Person, die im neuen Jahr einen Fuß ins Haus setzt. Besonders viel Glück sollen dunkelhaarige Männer bringen.
USA: Die größte Silvesterparty der Vereinigten Staaten steigt wohl auch in diesem Jahr am New Yorker Times Square. Mehr als eine Million Menschen werden auf dem Platz mitten in Manhattan erwartet. Geplant sind eine Liveshow mit Auftritten von Stars wie Taylor Swift und Elton John, außerdem werden fast 1.400 Kilogramm Konfetti auf die Menschen rieseln. Highlight soll um Mitternacht wieder der sogenannte „Ball Drop“ sein, bei dem auf einem Hochhaus eine Kristallkugel an einer Stange heruntergelassen wird.
FRANKREICH: Raketen und Böller sind in Paris verboten. Um Eiffelturm und Triumphbogen werden aber weite Gebiete für den Autoverkehr gesperrt, die Stadt verspricht ein Spektakel aus Licht-und Video-Shows auf den traditionell überfüllten Champs-Elysees.
ARABISCHE WELT: Das Golfemirat Dubai plant zu Silvester einen neuen Superlativ: ein multimediales Spektakel mit Feuerwerk, Lasershow und Videoelementen. Eine aus LED-Bildschirmen bestehende Wand soll die gesamte Fassade des Burj Khalifa bedecken - mit 828 Metern derzeit das höchste Gebäude der Welt. Schon im vergangenen Jahr war geprotzt worden: 479.651 Raketen erhellten den Nachthimmel in nur sechs Minuten - Weltrekord. Abseits von Dubai spielt der Jahreswechsel im arabischen Raum keine große Rolle.
CHINA: Auch die Chinesen feiern kein Silvester. Sie begrüßen das neue Jahr nach dem chinesischen Mondkalender traditionell erst später: In diesem Jahr beginnt am 19. Februar das Jahr des Schafes. Trotzdem haben die Chinesen am 1. Januar einen Feiertag. Kracher und Raketen werden nicht gezündet, in den Metropolen gehen jüngere Leute auf Partys oder mit Freunden in Restaurants essen. Das große Familienfest und Feuerwerk gibt es erst zum chinesischen Neujahr, wenn das Reich der Mitte mehr als eine Woche praktisch stillsteht.
TSCHECHIEN: In Prag lassen mehr als 100.000 Städtereisende aus aller Welt die Korken knallen. Wenzelsplatz und Altstädter Ring im Stadtzentrum verwandeln sich in wilde Partymeilen. Besonderheit in der Goldenen Stadt: Das professionelle Höhenfeuerwerk startet erst am Neujahrstag um 18.00 Uhr.