Kroatien will am 2. Jänner über Erdöl-Konzession in Adria entscheiden
Zagreb (APA) - Die kroatische Regierung will am 2. Jänner über die Vergabe der Konzessionen für die Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas...
Zagreb (APA) - Die kroatische Regierung will am 2. Jänner über die Vergabe der Konzessionen für die Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas in der Adria entscheiden. Das bestätigte Vizepremier Branko Grcic kroatischen Medien. Ursprünglich hätte die Entscheidung schon am 23. Dezember fallen sollen.
Der 2. Jänner ist der letzte mögliche Zeitpunkt für eine Entscheidung. Wird die Frist von 60 Tagen ab Ende der Ausschreibung (3. November) überschritten, riskiert Kroatien Klagen der Bewerber. Zudem wären ihre Angebote nicht mehr verbindlich und die potenziellen Investoren könnten sich ohne Sanktionen zurückziehen.
Beworben haben sich sechs internationale Konzerne, laut früheren Medienberichten auch die österreichische OMV. Die kroatische Agentur für Kohlenwasserstoffe (AZU), die das Projekt im Wert von einer Milliarde Euro leitet, hatte ihre Entscheidung noch im November getroffen. Doch zwischen den Ressorts in der Regierung war es offenbar zu Verzögerungen gekommen.
Wie AZU-Direktorin Barbara Doric der APA zu einem früheren Zeitpunkt sagte, könnten die ersten Bohrungen schon in der ersten Jahreshälfte 2015 beginnen. Über die Mengen an Öl und Gas vor der kroatischen Küste gab es keine Angaben, das herauszufinden wird Aufgabe der Konzessionsnehmer sein. Laut früheren Plänen wären die Konzessionsverträge Ende März 2015 unterzeichnet worden, was sich nun um einige Wochen verschieben könnte. Dann beginnt für die Investoren eine Frist von bis zu fünf Jahren zu laufen, in der sie Zeit für die Erforschung haben. Für die kommerzielle Nutzung der Quellen sollen Konzessionen mit einer Laufzeit von 25 Jahren vergeben werden.
Für 15 von insgesamt 29 Feldern in der Größe zwischen 1.020 und 1.635 Quadratkilometern in der Adria bewarben sich neben der OMV angeblich auch die MOL-Tochter INA, die italienische ENI, die US-amerikanische Marathon Oil und die schottische Medoil. Diese Angaben wurden bisher nicht bestätigt.