Tirol

Kids in Sauna (un-)erwünscht

Der Saunabereich im Alpenbad Leutasch ist an Wochenenden Erwachsenen vorbehalten.
© Werbeagentur Hintraeger

Kindern bleibt am Wochenende der Zutritt in die Sauna des Alpenbad Leutasch verwährt. Die Regelungen sind von Bad zu Bad unterschiedlich.

Von Denise Daum

Leutasch –„Wir bitten um Verständnis, dass an Samstagen, Sonn- und Feiertagen der Zutritt zur Sauna erst ab 16 Jahren möglich ist“ – werden Gäste seit Neuestem im Alpenbad Leutasch aufmerksam gemacht. Grund für diese Neuregelung waren laut Geschäftsführer und Bürgermeister Thomas Mössmer vermehrt Beschwerden von Saunabesuchern über lärmende Kinder. „Die Gäste suchen nun mal Ruhe und Erholung in der Sauna. Wir waren unschlüssig, was wir tun sollen. Denn wir wollen natürlich auch den Familien etwas bieten“, erklärt Mössmer. Deshalb habe man beschlossen, den Zutritt für Kinder auf die Tage Montag bis Freitag zu beschränken.

Doch auch diese Regelung sorgt für Kritik, im Alpenbad seien bereits Beschwerden von Familien eingelangt. Man könne es eben nie allen recht machen, sagt Mössmer. Der Geschäftsführer will am Ende der Saison das Feedback der Besucher auswerten. Die aktuelle Bestimmung sei jedenfalls nicht in Stein gemeißelt und könne auch wieder rückgängig gemacht werden.

Ebenfalls draußen bleiben müssen unter 16-Jährige in der Saunalandschaft des Stubay in Fulpmes-Telfes. Das Erlebnisbad sei auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten, dort könne und dürfe es auch mal lauter werden, wie Geschäftsführer Georg Schantl sagt. In der Sauna wolle man den Gästen jedoch Erholung und Ruhe bieten und habe daher entschieden, den Zutritt erst ab 16 zu erlauben. Schantl kann sich jedoch für die Zukunft vorstellen, beispielsweise einmal im Monat einen Familiennachmittag in der Sauna zu organisieren. „Dazu muss vorab aber der Bedarf und das Inter­esse der Gäste ermittelt werden.“

Jederzeit willkommen sind die Kids hingegen in den Freizeitzentren Axams und Neustift – in Begleitung von Erwachsenen, versteht sich. „Immer wieder kommen Familien zu uns, es gibt eigentlich kaum Probleme oder Beschwerden. Und wenn doch, ist der Saunameister gefordert, einzuschreiten“, sagt Franz Gleirscher vom Freizeitzentrum Neustift.

In Axams stellt Geschäftsführer Martin Leis hingegen fest, dass in der Regel die Eltern die Sauna besuchen, während die Kinder hauptsächlich im Schwimmbad bleiben. „Die Kinder sind nicht sehr interessiert am Saunieren, vielmehr geht es darum, dass sie jederzeit vom Schwimmbad in den Saunabereich zu ihren Eltern wechseln können“, erklärt Leis.

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