Europas Leitbörsen zu Mittag weiter mit Verlusten
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag am frühen Nachmittag weiterhin schwach tendiert. Der 50 führende U...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag am frühen Nachmittag weiterhin schwach tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 27,21 Einheiten oder 0,85 Prozent auf 3.157,96 Punkte.
Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.857,87 Punkten und einem Minus von 69,26 Einheiten oder 0,70 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 56,83 Zähler oder 0,86 Prozent und steht nun bei 6.576,68 Stellen.
Für Nervosität sorgte weiterhin die politische Lage in Griechenland. Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat die in einem Monat anstehende Parlamentswahl zur Schicksalsfrage für sein Land erklärt. „Dieser Kampf wird entscheiden, ob Griechenland in Europa bleibt“, sagte Samaras heute in Athen, als er bei Präsident Karolos Papoulias die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen für den 25. Jänner beantragte.
Anleger fürchten derzeit, dass die für Jänner angesetzten Parlamentsneuwahlen das Land von seinem Sparkurs abbringen könnten. Auch schwache Vorgaben aus den USA und Asien trübten die Stimmung.
Konjunkturdaten für Spanien zeigten unterdessen, dass die Verbraucherpreise wegen sinkender Ölpreise immer stärker zurückgehen. Im Dezember habe das nach europäischer Methode errechnete Preisniveau (HVPI) um 1,1 Prozent tiefer gelegen als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt INE mit. Damit gab es in Spanien bereits den sechsten Monat in Folge eine negative Inflationsrate. Volkswirte hatten zwar einen Preisrückgang im Jahresvergleich erwartet, aber nur um 0,7 Prozent.
Die Stimmung in italienischen Unternehmen im Dezember hat sich wiederum überraschend stark aufgehellt. Der Indikator des Geschäftsklimas stieg von revidiert 96,5 Punkten im Vormonat auf 97,5 Zähler. Am späten Nachmittag stehen noch das US-Verbrauchervertrauen an. Experten erwarten dabei einen leichten Anstieg.
Im Euro-Stoxx-50 waren am frühen Nachmittag fast alle Werte im Minus. Einzig die Unicredit konnte sich mit einem moderaten Gewinn von 0,28 Prozent halten. Unter den Größten Verlieren waren Öl- und Gaswerte. So verloren die Aktien von Total 2,16 Prozent. RWE-Papiere standen ebenso bei minus 1,85 Prozent.
BASF und Eni standen weiterhin im Fokus. Beide Unternehmen verkaufen ihre Anteile am gescheiterten Erdgasprojekt South Stream an den russischen Gazprom-Konzern.
In London konnten Next rund drei Prozent zulegen. Der Bekleidungshändler gab einen verbesserten Ausblick für den UK-Einzelhandel bekannt. Zuvor hatten die Verkaufszahlen in der Weihnachtsaison die Analystenerwartungen übertroffen.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA277 2014-12-30/13:27