Endlich Schnee! Weiße Pracht ist Gold wert
Endlich ist der Winter da – Tirols Touristiker und Liftbetreiber atmen auf. Nachdem der Dezember teilweise ein Minus gebracht hat, sind viele Regionen ausgebucht. Und Sölden freut sich auf James Bond im Schnee.
Innsbruck –Wie die Schneekönige freuen sich derzeit Tirols Touristiker und Liftbetreiber. Denn die weiße Pracht, die auch heute noch vom Himmel fällt, ist Gold wert. Und jetzt startet die Skisaison so richtig durch.
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In Kitzbühel spricht Bergbahn-Vorstand Josef Burger vom „zweitbesten Dezember seit Bestehen der Bergbahn“. Was viele im Land denken, fasst Michael Brandl von der Tirol Werbung zusammen. „Der Schneefall ist gerade zur rechten Zeit gekommen.“
Nach den ohnehin gut ausgelasteten Feiertagen würde das Wetter speziell für den Jänner die Nachfrage stimulieren. Ein Blick nach St. Anton zeigt, dass man dort derzeit ausgebucht ist. „Wir sind total voll“, betont Tourismusdirektor Martin Ebster. „Das ein oder andere freie Bett wird es schon geben, wir tun uns aber extrem schwer bei der Zimmersuche.“ Wäre der Schnee ausgeblieben, hätte Ebster mit Stornierungen gerechnet.
Ähnlich die Lage im Stubaital, wo Geschäftsführer Roland Volderauer zufolge die Buchungslage im Stubaital „sehr, sehr gut“, das Tal derzeit so gut wie ausgebucht sei. „Einen Rumpler“ habe es getan, wie Johannes Adelsberger, Obmann des TVB Ferienland Wilder Kaiser, erzählt. Doch damit meint er nicht (nur) die Steine, die den Touristikern vom Herzen gefallen sind. Gemeint ist die Buchungslage, wobei die Unterländer mit einem „Jännerloch“ rechnen. Von zwischen 15 und 40 Prozent weniger Tagesgästen berichtet man im Bezirk Kufstein. Doch die Chance, dieses Minus aufzuholen, bestehe noch.
Die Mission Schnee ist auch in Sölden gut angelaufen. Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus: „Auch für Daniel Craig ist es sicher schöner, wenn er ab dem 7. Jänner nicht im Frühling hinauf nach Sölden fahren muss“, spielt Schwarz auf die bald beginnenden Dreharbeiten für den neuen Bond-Film an. Das hintere Ötztal habe ohnehin „den besten Dezember ever“ erlebt. Da sei man „der Einäugige unter den Blinden“ gewesen, indem man vom Süden her etwas Schnee bekommen habe. An den Sonntagen vor Weihnachten „hatten wir in Sölden 14.000 bis 15.000 Leute auf der Piste, in Gurgl noch einmal 7000 – wir hatten ein echtes Verkehrsproblem“.
Rainer Schultes, TVB-Obmann im Piztal, gesteht, den Schnee auf dem Zettel für das Christkind gehabt zu haben. Sein Imster Kollege Hannes Staggl erklärt, dass mit den ergiebigen Schneefällen „jetzt vieles gerettet“ ist. Und als grandios bezeichnet Elisabeth Kröll (Ferienregion Mayrhofen-Hippach) die Buchungslage: „Der Schnee hat Gäste aus nah und fern zu uns gebracht. Die letzten freien Zimmer sind jetzt auch vergeben.“ Ganz anders das Bild in Osttirol. Hier fehlt teilweise das weiße Gold noch. In Lienz sind beispielsweise im Skigebiet Zettersfeld nur vier von sechs Liften offen, der Hochstein kann erst in den nächsten Tagen aufsperren, sagt Rita Ram-Wallensteiner von den Lienzer Bergbahnen. (TT)