Tirol

Mühlbachl: Mordverdächtiger bleibt bis März in U-Haft

Ermittler bei der Spurensicherung im Dezember 2014 am Tatort.
© Zeitungsfoto

Nach der Gewalttat in Mühlbachl geriet ein 24-Jähriger unter Mordverdacht. Gegen die Verhängung der U-Haft legte er Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht wies diese nun ab.

Innsbruck - Dienstagnachmittag wurde der Beschluss des Oberlandesgerichtes (OLG) zur Haftbeschwerde des 24-jährigen Mordverdächtigen im Fall Mühlbachl bekannt. OLG-Vizepräsident Wigbert Zimmermann bestätigte der TT, dass der Senat die Beschwerde gegen die Verhängung der U-Haft abgewiesen hat. Grundlage dafür waren die bisherigen Ermittlungsergebnisse und erste Untersuchungen der Gerichtsmedizin.

Erst am 2. März steht die nächste Haftprüfung für den 24-jährigen Bekannten des 39-jährigen Mühlbachlers an. Ein abschließendes DNA-Gutachten zur Gewalttat liegt der Justiz noch nicht vor.

Bisher kein Geständnis

Der 24-Jährige zeigte sich laut Staatsanwaltschaft Innsbruck bisher nicht geständig. Er war am 18. Dezember festgenommen worden. Der Tatverdacht sei „dringend gewesen“, hatte LKA-Chef Walter Pupp nach der Festnahme erklärt. Unter anderem weil sich der 24-Jährige zum Tatzeitpunkt in dem Haus des Opfers befunden haben soll. Es gebe aber auch weitere Indizien. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ wollten die Kriminalisten dazu aber nichts verraten.

Eine nahe Verwandte hatte das 39-jährige Opfer, das alleine in dem Haus wohnte, zwei Tage zuvor blutüberströmt im Wohnzimmer liegend gefunden. Die Frau, die einen Schlüssel zu dem Haus hatte, wollte nach dem Rechten sehen, da das Opfer entgegen seinen Gewohnheiten am Morgen nicht erreichbar war. Wie die Obduktion ergab, wies die Leiche mehrere heftig geführte Stichverletzungen im Oberkörper auf.

Nach der Bluttat hatte sich schnell herausgestellt, dass der 39-Jährige seinen Angreifer gekannt haben dürfte. Denn Einbruchsspuren beziehungsweise Spuren, die auf einen gewaltsamen Zutritt deuteten, wurden keine gefunden. Die Tatwaffe, bei der es sich um ein Messer handeln dürfte, wurde von den Ermittlern nicht im Haus gefunden und blieb bisher verschwunden. (fell, TT.com)

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