Geld für Mandatare in der Kritik
Das Budget der Gemeinde Eben für das Jahr 2015 beträgt 9,5 Mio. Euro. Kleinere Investitionen sind geplant, Diskussion um Aufwandsentschädigung.
Von Josef Lackner
Eben a. A. –Auf der Tagesordnung bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Eben stand der Voranschlag für das Jahr 2015. „Wir wollen im kommenden Jahr beim Budget nicht total risikofreudig sein und etwas leisertreten, dazu gibt es auch noch zu viele Unbekannten, wie etwa die Steuerpläne der Regierung“, so leitete Bürgermeister Josef Hausberger die Beratungen zum 9,5-Mio.-Euro-Budget für das neue Haushaltsjahr ein.
Ein paar „Kleinigkeiten“ würden sich schon noch ausgehen, zumal auch noch etwa 400.000 Euro vom laufenden Jahr übrig bleiben werden. Mit fast 1,2 Mio. Euro steht im kommenden Jahr noch die Ausfinanzierung der neuen Uferpromenade Pertisau als großer Posten im Budget. Ständig steigen auch die Beiträge an die Krankenanstalten, 661.000 Euro sind für nächstes Jahr eingeplant. Als respektabler Arbeitgeber wendet die Gemeinde mit knapp 3000 Einwohnern über 1,3 Mio. Euro für ihre Mitarbeiter auf.
Dass kleine Budgetposten oft längere Debatten verursachen können als große, bewies der Antrag von Gemeindevorstand Klaus Astl, für die Gemeindemandatare eine Aufwandsentschädigung von jährlich 400 Euro einzuplanen. Dies soll ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Mandatare bedeuten und sich im Budget mit lediglich etwas mehr als 5000 Euro niederschlagen. „Freiwillig soll freiwillig bleiben“, konterte da etwa Gemeinderat Toni Kandler, während sich in der weiteren Diskussion und beim Versuch einer Abstimmung Befürworter und Gegner die Waage hielten. Bürgermeister Hausberger wollte sich als nicht Betroffener aus der Debatte heraushalten. Er versprach, dass man ein Modell erarbeiten werde, das für beide Seiten akzeptabel sei.