Bloéb wird bei Mitterer zum Boxer
Wien – Im November 2013 wurde Gregor Bloéb für sein fesselndes Spiel in Felix Mitterers Drama „Jägerstätter“ mit dem Nestroy-Preis als Beste...
Wien –Im November 2013 wurde Gregor Bloéb für sein fesselndes Spiel in Felix Mitterers Drama „Jägerstätter“ mit dem Nestroy-Preis als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Nun schrieb Mitterer mit „Der Boxer“ erneut ein Stück für Bloéb, Regie führt auch diesmal die Nestroy-Preisträgerin Stephanie Mohr.
In „Der Boxer“ setzt sich Mitterer anhand des fast vergessenen Einzelschicksals von Johann „Rukeli“ Trollmann erneut mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Die wahre Geschichte des einer Sinti-Familie entstammenden deutschen Box-Meisters im Halbschwergewicht hat Mitterer zum Inhalt seines neuen Stückes gewählt: „Der Boxer erinnert an die ermordeten Sinti und Roma und gibt ihnen und uns einen Helden, der sich von den Nazis niemals unterkriegen ließ, auch wenn sie ihn am Ende töteten. Rukeli lebt“, so der Autor.
Anfang Februar 2015 jährt sich zum 20. Mal das Bombenattentat von Oberwart, bei dem vier Angehörige der Volksgruppe der Roma ermordet wurden. Wenige Tage zuvor, am 29. Jänner 2015, bringt in Wien das Theater in der Josefstadt das Stück „Der Boxer“ zur Uraufführung. (TT)