Brand auf Fähre - Österreicher in Brindisi müde aber wohlauf

Brindisi/Athen (APA) - Die beiden österreichische Passagiere, die den Brand an Bord der Autofähre „Norman Atlantic“ in der Adria überlebt ha...

Brindisi/Athen (APA) - Die beiden österreichische Passagiere, die den Brand an Bord der Autofähre „Norman Atlantic“ in der Adria überlebt haben und am Dienstagabend an Bord des Marineschiffes „San Giorgio“ in der süditalienischen Hafenstadt Brindisi eingetroffen waren, sind müde, aber wohlauf und reisen am Mittwochvormittag in die Heimat zurück. Dies bestätigte der 35-jährige Vorarlberger im Gespräch mit der APA.

Die beiden Österreicher wurden am Hafen Brindisi nach der Landung medizinisch versorgt und beantworteten auf Fragen der Behörden über die Zustände an Bord der Autofähre. Der Vorarlberger hatte keine Dokumente mehr, die beim Brand verloren gingen.

Nach Abwicklung der bürokratischen Prozeduren konnten die Schiffbrüchigen ihre Angehörigen umarmen, die mit Personal der österreichischen Botschaft in Rom auf sie warteten. „Ein Albtraum ist zu Ende gegangen, jetzt können wir Silvester feiern“, sagte der Vorarlberger. Auf ihn wartete die 65-jährige Mutter, die mit ihm an Bord der „Norman Atlantic“ war und gerettet werden konnte.

Sie war am Montag unterkühlt in das Krankenhaus der apulischen Stadt Galatina eingeliefert worden, ist jedoch bereits entlassen worden. Aus Dornbirn ist ein weiterer Sohn der Frau in Brindisi eingetroffen, um seine Angehörigen in die Heimat zu begleiten. Das Personal der Botschaft organisierte die Heimfahrt.

An Bord des Marineschiffes befanden sich auch fünf Leichen, darunter jene von drei italienischen Lkw-Fahrern. Bisher wurden elf Menschen tot geborgen, die an Bord des Schiffes waren. Zudem kamen zwei albanische Einsatzkräfte beim Abschleppversuch der Fähre ums Leben, als ein Tau riss. Die Behörden befürchteten unterdessen, dass weit mehr Menschen ums Leben gekommen sein könnten.