Das „Neujahrsbaby“ aus dem Jahre 1909
St. Johann – Seinen Geburtstag will Felix Madl auch heute so begehen wie immer: Der ehemalige Kinobesitzer, geboren am 1.1.1909, wird beim S...
St. Johann –Seinen Geburtstag will Felix Madl auch heute so begehen wie immer: Der ehemalige Kinobesitzer, geboren am 1.1.1909, wird beim Stammtisch im Café Rainer in St. Johann sein Glas Campari erheben und sich feiern lassen. Auch sonst erfreut sich der gebürtige Pongauer noch an den schönen Dingen seines Alltags. „Hausmannskost mag er am liebsten, besonders ‚Polsterzipf‘“, sagt seine Frau Hilde. Der gelernte Kunstschlosser und Maschinenbauer hat vieles in seinem Leben erreicht – unter anderem war er ein Pionier des Wintersports, 18 Jahre Obmann des Fremdenverkehrs in St. Johann, Gemeinderat, Vorsitzender der Fachgruppe Lichtspieltheater, Mitgründer der Vereinigung „Kitzbüheler Alpen“. Madl war auch ein Motor für den Skitourismus. Seine Fotos auf Werbeplakaten machten St. Johann zur Sehnsuchtsdestination für viele Gäste. „In der Nacht kommen die Erinnerungen“, sagt der Ehrenring-Träger des Ortes und denkt zurück an seine Kindheit im Salzburger Pongau. Als jüngstes von zehn Kindern war er in Bischofshofen aufgewachsen. Dort war der Vater Lokomotivführer, Bruder Otto eröffnete 1928 ein Stummfilmkino mit Klavierbegleitung. Felix Madl schnupperte hier die erste Kinoluft. Drei Kinder, sechs Enkel, drei Urenkel sind aus der lebenslangen Verbindung mit seiner Frau Hilde entstanden. Mit der 91-jährigen Gattin durfte er 2014 sogar den 70. Hochzeitstag – die „Gnadenhochzeit“ – zelebrieren. (TT)