Libyen: Entführung von sieben koptischen Arbeitsmigranten
Tripolis/Kairo (APA) - Am Montagabend sind sieben koptische Arbeitsmigranten aus Ägypten in der libyschen Hafenstadt Sirte von Unbekannten e...
Tripolis/Kairo (APA) - Am Montagabend sind sieben koptische Arbeitsmigranten aus Ägypten in der libyschen Hafenstadt Sirte von Unbekannten entführt worden. Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry hat die Vertretungsbehörden Kairos in Libyen beauftragt, alles zu unternehmen, um die Freilassung der sieben Arbeiter zu erreichen, wie Kathpress am Mittwoch berichtete.
Die Online-Ausgabe der Zeitung „Al-Ahram“ zitierte demnach am Mittwoch einen koptischen Priester aus dem Heimatort der Entführten, demzufolge die Betroffenen aus einem Bus mit weiteren ägyptischen Insassen herausgeholt worden seien. Angeblich habe es sich bei den anderen Mitfahrern um Muslime gehandelt. Spekulationen zufolge seien die sieben Christen aus Ägypten von Milizionären der islamistischen Gruppierung „Ansar al-Sharia“ entführt worden.
Sirte, das rund 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis liegt, befindet sich zurzeit in der Hand radikalislamischer Milizen. In den vergangenen Jahren wurden im Land bereits häufiger koptische Christen getötet. Vor knapp einer Woche wurde eine dreiköpfige koptische Familie aus Ägypten in Libyen getötet, im Februar wurden nahe der östlichen Stadt Benghazi (Bengasi) die Leichen von sieben getöteten Kopten entdeckt.