Imst

Heikle Lawinensituation in Tirol: Tourengeher in Kühtai getötet

Unterhalb der Flaurlinger Scharte dürfte der Mann bei der Querung eines 35 Grad steilen Südhangs eine Schneebrettlawine ausgelöst haben.
© zoom-tirol

Unterhalb der Flaurlinger Scharte im Kühtai wurde am Mittwoch ein Skitourengeher von einer Lawine mitgerissen und getötet. Auch am Neujahrstag gab es mehrere Lawinenabgänge.

Kühtai, Sölden, Axams – Nach Lawinenabgängen in Sölden und in Axams sind am Neujahrstag Suchaktionen gestartet worden. Sie konnten am Nachmittag beendet werden. Es gab zum Glück keine Verschütteten. Im Einsatz standen Bergrettung, Alpinpolizei und ein Rettungshubschrauber. Lawinenabgänge gab es auch in Wattenberg und Gerlos.

Die Experten des Landes hatten am Donnerstag vor der „heiklen“ Lawinensituation gewarnt. In den neuschneereicheren Regionen herrschte oberhalb der Waldgrenze verbreitet erhebliche Lawinengefahr, also Stufe „3“ der fünfteiligen Gefahrenskala.

Am Silvestertag war ein 52-jähriger aus Sellrain bei einer Skitour im Kühtai von einer Lawine erfasst und getötet worden. Der Einheimische, der alleine unterwegs war, dürfte laut Polizei die etwa 30 Meter breite und 100 Meter lange Schneebrettlawine beim Queren eines Hanges ausgelöst haben. Der Tourengeher wurde von den Suchmannschaften in den Abendstunden entdeckt und ausgegraben.

Der Mann war gegen Mittag zu einer Tour auf die Flaurlinger Scharte aufgebrochen. Weil er bis kurz vor 17.00 Uhr nicht zurückgekehrt war, wurde eine Suchaktion gestartet. Die Bergretter stiegen in der Dunkelheit auf und entdeckten schließlich unterhalb der Flaurlinger Scharte in rund 2.500 Metern Höhe einen frischen Lawinenkegel.

Kurze Zeit später fanden sie den Vermissten. Der 52-Jährige war zur Gänze von den Schneemassen verschüttet worden und befand sich etwa 1,25 Meter unterhalb der Oberfläche. Der Verschüttete hatte laut Bergretter keine Atemhöhle zur Verfügung. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die Leiche wurde von den Einsatzkräften ins Tal gebracht. (TT.com, APA)

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