Silvester

Von Samoa bis New York: Die Welt begrüßte das neue Jahr

Mitternacht am New Yorker Times Square: Ein gutes Neues Jahr wünschen auch wir!
© Reuters/Keith Bedford

Ein glückliches neues Jahr 2015: Millionen Menschen haben rund um den Globus den Beginn des neuen Jahres gefeiert.

Spitzmarke – Das Jahr 2015 ist da. Weltweit feierten Millionen Menschen ausgelassen. Nachdem als erste die Einwohner Samoas und der Line-Inseln im Pazifik das neue Jahr um 11.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) begrüßt hatten, stießen dann Stunden später auch die Menschen in Europa auf den Jahreswechsel an.

Mehr als 15.000 Kilometer östlich von Österreich begann auf den Line-Inseln und Samoa neue Jahr bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad. Die Neujahrsfeierlichkeiten in Neuseeland waren am Abend von Regengüssen getrübt worden. Dennoch strömten viele Menschen zu den Stränden, wo sie um 12.00 Uhr MEZ mit Feuerwerken und Konzerten das neue Jahr willkommen hießen.

Spanisches Dorf feierte schon zu Mittag

Ein Dorf in Spanien zog den Beginn des neuen Jahres um zwölf Stunden vor. Etwa 50 Bewohner und Besucher von Villar de Corneja feierten den Jahreswechsel am Mittwoch schon um 12.00 Uhr mittags. Der Grund: das sehr hohe Durchschnittsalter der Dorfbewohner, das bei 75 Jahren liegt. Der spanischen Silvester-Tradition folgend versammelten sich Bewohner und Besucher auf dem Hauptplatz des Dorfes und verspeisten zu jedem Glockenschlag des Rathausturmes eine Weintraube.

In Sydney, der Metropole Australiens, waren um Mitternacht (14.00 Uhr MEZ) mehr als eine Million Menschen live dabei, als das Riesenfeuerwerk vor der malerischen Kulisse an Oper und Hafenbecken gezündet wurde. Touristen und Einheimische hatten sich bereits Tage zuvor Plätze für das Spektakel gesichert.

Feuerwerk über dem Kreml

Chinas Hauptstadt begrüßte das neue Jahr mit einer großen Fernsehgala zur Bewerbung Pekings um die Olympischen Winterspiele 2022. Höhepunkt der Veranstaltung am „Vogelnest“ genannten Olympiastadion von 2008 waren kurz vor Mitternacht Ortszeit Auftritte von Starpianist Lang Lang und mehreren Olympiasiegern. Eigentlich feiert China nicht Silvester, da dort das neue Jahr nach dem Mondkalender erst am 19. Februar begrüßt wird. Doch gab es in der früheren britischen Kronkolonie Hongkong, die seit 1997 als Sonderverwaltungsregion zu China gehört, ein großes Feuerwerk.

Zeitgleich mit China rutschen die Menschen auf den Philippinen ins neue Jahr - über Manila erhellte ein riesiges Feuerwerk den Himmel. Ähnlich erleuchtet war es dann auch über Singapur und Taipeh in Taiwan.

Bei Tanzmusik und einem bunten Feuerwerk über dem weltberühmten Kreml in Russland begrüßten Tausende Moskauer das neue Jahr. Die Stadtverwaltung machte die Hauptstraße der Millionenmetropole, die Twerskaja Uliza, in der Silvesternacht zu einer riesigen Tanzfläche. Auf dem Roten Platz läuteten Glocken das neue Jahr ein.

Feiern in Berlin und London

In Berlin zählten die Feiernden die letzten Sekunden bis Mitternacht zusammen herunter und lagen sich dann mit Bechern voll Sekt in den Armen. Stargeiger David Garrett spielte zum Jahreswechsel, Mezzosopranistin Katherine Jenkins sang Beethovens „Ode an die Freude“. Dazu erhellten rund 6000 Raketen minutenlang den Nachthimmel. Anschließend sprang David Hasselhoff auf die Bühne und sang „Looking for Freedom“. Die Berliner Silvesterfeier zählt zu den größten Freiluft-Partys der Welt. Schon weit vor Mitternacht waren die Eingänge wegen des großen Besucherandrangs gesperrt worden.

Auf dem Wiener Silvesterpfad sind während der Nacht 620.000 Menschen gezählt worden. In Frankreichs Hauptstadt Paris staunten Hunderttausende über ein nicht angekündigtes, aber spektakuläres Feuerwerk auf dem Triumphbogen (Arc de Triomphe).

Big Ben schlug Zwölf und London feierte: Rund 100.000 Menschen haben an der Themse in Großbritanniens Hauptstadt gemeinsam das Jahr 2015 begrüßt. Vor der Kulisse des weltberühmten Turms mit der Glocke Big Ben und dem Riesenrad London Eye hatte die Stadt wie in jedem Jahr ein riesiges Feuerwerk mit Musik organisiert.

Diesmal war der Zugang erstmals ticketpflichtig und beschränkt - hauptsächlich aus Sicherheitsgründen, weil sich im Vorjahr eine halbe Million Menschen in der Innenstadt gedrängt hatten. Auf dem Schwarzmarkt wechselten einige der 100.000 Tickets für das Vielfache des Verkaufspreises von zehn Pfund - rund 13 Euro - den Besitzer.

Weiter nördlich in Schottlands Hauptstadt Edinburgh feierten Zehntausende das traditionelle schottische Silvester-Fest Hogmanay mit einem großen Straßenfest samt Open-Air-Konzert. Fast zwei Drittel der Briten wollten den Jahreswechsel diesmal in den eigenen vier Wänden feiern, hatte eine Umfrage ergeben. Dort konnten sie das Feuerwerk an der Themse im Fernsehen anschauen, das jedes Jahr übertragen wird.

Eine Million Menschen am New Yorker Times Square

Rund eine Million Menschen haben mit großem Jubel, Konfetti und ausgelassenem Gesang das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüßt. Traditionell wurde um Mitternacht (6 Uhr MEZ) ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt. Dann stimmten die Feiernden die Lieder „Auld Lang Syne“ und „New York, New York“ an. Zuvor waren bereits Stars wie Taylor Swift aufgetreten.

Trotz eisiger Temperaturen waren viele Menschen schon am Vormittag zum Times Square gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Im Central Park gab es um Mitternacht den Startschuss für ein großes Feuerwerk und einen traditionellen rund sechs Kilometer langen Silvester-Lauf durch den Park, an dem tausende Menschen teilnahmen.

Elf Stunden nach Österreich: Hawaii feierte das neue Jahr

Als letzte Menschen auf der Welt haben Einwohner und Touristen auf der US-Pazifikinsel Hawaii das neue Jahr 2015 begrüßt. Elf Stunden nach den Mitternachtspartys in Österreich hieß es auf dem Eiland „Happy New Year“.

Bei milden Temperaturen verfolgten Schaulustige am Strand von Waikiki ein großes Feuerwerk, das örtliche Hotelketten bezahlt hatten. Auch an zahlreichen anderen Orten der Inselgruppe rund 4.000 Kilometer westlich von Kalifornien wurden Raketen in den Himmel geschossen. US-Präsident Barrack Obama verbrachte den Jahreswechsel mit seiner Familie und Freunden auf Hawaii. (APA/dpa)