Airbag rettete Tourengeher im Zillertal bei Lawinenabgang
Auch zwei weitere Lawinenabgänge endeten glimpflich. Im Wattental konnte ein 35-Jähriger seinen verschütteten Begleiter orten und ausgraben.
Zell am Ziller/Axams/Wattental – Glimpflich endete am Neujahrstag ein Lawinenabgang im Zillertal. Ein 37-jähriger Tourengeher unterhalb der Kreuzjochspitze im Skigebiet Zillertal-Arena im freien Skiraum ein etwa 15 Meter breites Schneebrett aus. Von diesem wurde er knapp 120 Meter weit mitgerissen. Glücklicherweise trug der Mann einen Lawinenairbag, der ihn über den Schneemassen halten konnte. Er wurde nur oberflächlich verschüttet und leicht verletzt.
Der Betriebsleiter der Bergbahn beobachtete den Lawinenabgang und alarmierte umgehend die Leitstelle. Der 37-Jährige und seine zwei Begleiter wurden vom Rettungshubschrauber Heli 4 geborgen und zur Bergstation Kreuzjoch gebracht.
Auch in der Axamer Lizum wurde eine Person von einem Lawinenairbag über dem Schnee einer Lawine gehalten. Am Donnerstagmittag war der Freerider mit vier Begleitern im freien Skiraum unterwegs, als eine Lawine vier der fünf Wintersportler mitriss. Eine Person stürzte dabei, wurde aber dank des Airbags kaum verschüttet. Die anderen drei Mitgerissenen konnten sich auf den Füßen halten und wurden bis zu den Oberschenkeln bzw. bis zur Hüfte verschüttet. Alle konnten sich selbstständig befreien.
Im Wattental wurde ebenfalls um die Mittagszeit ein 34-Jähriger von einem Schnebrett begraben, das sich an einem Osthang des Geier löste. Der 35-jährige Begleiter des Mannes konnte seinen Freund mit Hilfe eines Lawinensuchgeräts orten und unter einem halben Meter Schnee ausgraben. Die Tourengeher wurden vom Notarzthubschrauber geborgen und ins Krankenhaus Schwaz gebracht. Der Verschüttete erlitt eine Brustkorbprellung. (tt.com)