3:0-Sieg über Dornbirn: Die Haie als eiskalte Neujahrs-Engel
Ein wiedergenesener Hexer (Adam Munro), verlässlicher Topscorer (Jeff Ulmer) sowie kollektive Tatkraft bescherten den Haien einen wichtigen 3:0-Heimsieg gegen Dornbirn. So kann’s weitergehen.
Von Alex Gruber
Innsbruck – Nach drei Auswärtssiegen in Serie (gegen KAC, Graz und Linz) und ebenso vielen Heimniederlagen en suite (Vienna, Villach und Südtirol) standen die Haie im Westderby unter Druck. Mit Blickrichtung Zwischenrunde und etwaiger Bonuspunkte musste dringend eine Kurskorrektur in Sachen Heimtabelle (nur Platz elf) her. „Wir müssen zuhause endlich wieder anschreiben“, fasste Obmann Günther Hanschitz den Auftrag in Worte.
Mit Ausnahme von Flo Pedevilla (Kreislaufprobleme nach dem Südtirol-Match) konnte HCI-Coach Christer Olsson aus dem Vollen schöpfen: Im Powerplay fand sich rund um Alex Höller auch eine Triplechance (6.) vor, Neuerwerbung Kevin MacAulay scheiterte nach schönem Siddall-Pass an der Querlatte (9.). Die Führung lag in der Luft, fiel aber nicht. Ein Schlenzer von Dornbirn-Goalie Nathan Lawson auf seinen Innsbrucker Gegenüber Adam Munro war nach gut einer Viertelstunde fast schon das Gefährlichste, was die Vorarlberger im ersten Drittel offensiv hervorbrachten.
Im zweiten Abschnitt ergab sich plötzlich ein ganz anderes Bild. Dornbirn drückte, fand durch Blatny, D’Aversa (Stangenschuss im Powerplay), Bohmbach, Di Benedetto und Arniel zahlreiche Hochkaräter vor, scheiterte aber immer wieder an Teufelskerl Adam Munro. Der schien zu Beginn des neuen Jahres wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Und vorne schlugen Jeff Ulmer (Abstauber nach Ross-Schuss an die Bande) sowie Andreas Valdix (nach Ulmer-Assist im Powerplay aus der Drehung) eiskalt zu. Eine 2:0-Führung lachte von der Anzeigetafel und nach 40 Minuten wähnten sich die „Gsis“ im Vier-Punkte-Spiel plötzlich im falschen Film.
Das Glück des Tüchtigen begleitete die Haie in den Schlussabschnitt. Dornbirns möglichem Anschlusstreffer nach nur 34 Sekunden blieb nach Videobeweis die Anerkennung verwehrt. Durchatmen. Die Vorarlberger belagerten in der Folge phasenweise das Innsbrucker Gehäuse, aber auch die Chancen aufs 3:0 waren da. Als Dornbirn-Goalie Lawson für einen sechsten Feldspieler wich, markierte Roland Kaspitz den Endstand ins leere Tor. Und nach dem Match wurde mit den Fans endlich wieder in der eigenen Halle gefeiert.
„Es war ein ganz wichtiger Sieg – auch für mich, nachdem ich zuletzt nicht so gute Leistungen gebracht habe“, schloss Munro auf Platz zehn den Neujahrstag ab.
Ergebnisse der EBEL, 34. Runde
HC Innsbruck - Dornbirner EC 3:0 (0:0,2:0,1:0).
Innsbruck, Tiroler Wasserkraft-Arena, 2.000.
Tore: Ulmer (31.), Valdix (35./PP), Kaspitz (59./EN).
Strafminuten: 8 bzw. 6
Red Bull Salzburg - KAC 3:2 n.P. (0:1,1:0,1:1/0:0/1:0)
Fehervar - Olimpija Ljubljana 7:0 (2:0,3:0,2:0)
Graz 99ers - Vienna Capitals 4:1 (3:0,0:0,1:1)
Black Wings Linz - Znojmo 3:2 n.V. (1:2,0:0,1:0/1:0)
HCB Südtirol - Villacher SV 3:0 (0:0,2:0,1:0)