Neues Bad für 2015 budgetiert
Die Freizeitanlage Westendorf lässt auf sich warten. Auch im heurigen Jahr sind wieder 2,5 Millionen Euro dafür eingeplant. Laut Bürgermeister Margreiter muss eine Entscheidung bis Ende Jänner getroffen werden.
Von Harald Angerer
Westendorf –Noch einen Sommer – das Schwimmbad Westendorf wird auch im Jahr 2015 wieder seine Pforten öffnen. Die Anlage ist in die Jahre gekommen und schon länger ist eine neue Freizeitanlage in Westendorf geplant, doch die Umsetzung lässt auf sich warten.
Auch bei der jüngsten Gemeinderatssitzung blieb eine erhoffte Entscheidung darüber aus. „Beratung und Beschlussfassung über den Ankauf eines Grundstückes von Johann Schwaiger „Oberhauser“ in Holzham stand verheißungsvoll auf der Tagesordnung. Doch der Punkt wurde in den vertraulichen Teil der Sitzung verlegt, da es noch keine Einigung mit dem Grundstücksbesitzer gibt, wie Bürgermeister Anton Margreiter erklärte. Dieses Grundstück wäre aber für die Neuerrichtung eines Badesees notwendig. Aber selbst dieser See ist noch nicht fix. Die Gemeinde hat sich die Entscheidung, ob das alte Bad saniert wird oder ein See gebaut wird, noch offengelassen. Die See-Variante ist erst heuer überraschend aufgetaucht. Der See würde gemeinsam von der Gemeinde als Badesee und von der Bergbahn Westendorf als Speicherteich für die Beschneiungsanlage genutzt.
Die Bergbahn benötigt zwei weitere Speicherseen. Derzeit verfügt sie über lediglich einen und stößt damit an die Kapazitätsgrenzen. „Wir brauchen einen See am Berg und ein weiterer wäre im Tal dann für die Beschneiung ab der Mittelstation im Tal möglich“, sagt Bergbahn-Geschäftsführer Hansjörg Kogler. Es standen bisher drei Grundstücke für das Projekt zur Diskussion. Zwei davon allerdings nur mit Pacht- oder Baurechtsvertrag. „Wir wollen das Grundstück aber kaufen, die zwei Grundstücke wären noch dazu recht klein gewesen“, erklärt Margreiter gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Es soll nun noch einmal Gespräche mit dem Grundstücksbesitzer geben, bis Ende Jänner müsse aber laut Bürgermeister Margreiter eine Entscheidung fallen.
Für die Sanierung des bestehenden Freibades gebe es auch schon eine Kostenschätzung. Diese liegt bei 3,5 Millionen Euro, „alleine für eine Standortsanierung, das ist noch ohne Extras“, betont der Bürgermeister.
Um sich alle Möglichkeiten offenzulassen, wurden im Budget für das Jahr 2015 schon 2,5 Millionen Euro unter dem Punkt „Freizeitanlage Neu“ eingeplant, 1,5 Millionen Euro davon im ordentlichen Haushalt, eine Million Euro im außerordentlichen Haushalt. Diese Summen wurden bereits im Budget 2014 eingeplant, aber eben noch nicht ausgegeben. Für den Mittelfristigen Finanzplan ist eine weitere Million Euro für das Jahr 2016 vorgesehen.