Ärger über Patscherkofel-Pisten: „Versuchen alles, was möglich ist“
Am Patscherkofel steht erst ein Teil der Pisten zur Verfügung. Die Betreiber arbeiten „mit Hochdruck“ am „Vollbetrieb“.
Innsbruck –Der Präparierungszustand der Pisten am Patscherkofel sorgt derzeit bei vielen Bürgern für Unmut. Abgesehen von einem „kleinen Schneeband“ bis zur Panoramabahn sei bis Donnerstag „nichts präpariert“ gewesen, ärgert sich zum Beispiel ein Anrainer aus Igls im Gespräch mit der TT.
Den Vorwurf, dass in puncto Pistenpräparierung zu wenig getan werde, weist Adrian Egger, kaufmännischer Leiter der Patscherkofelbahnen, zurück: Aufgrund der Witterungsverhältnisse im Dezember – lange Zeit Plusgrade bis 2000 Meter – sei es nicht möglich gewesen, mehr Kunstschnee zu produzieren. Die Naturschneedecke nach den jüngsten Schneefällen sei teilweise relativ dünn, zumal der Patscherkofel „stark dem Wind ausgesetzt“ sei, so Egger. „Und wenn man bei zu geringer Schneelage mit dem Pistengerät hineinfährt, macht man mehr kaputt, als man gewinnt“, weil der Unterboden aufgewühlt werde. Daher sei es derzeit noch nicht möglich, alle Pisten und Einrichtungen anzubieten. Aber: „Wir versuchen alles, was möglich ist.“
Die Mitarbeiter der Patscherkofelbahnen würden „mit Hochdruck“ daran arbeiten, „so schnell wie möglich einen Vollbetrieb aller Anlagen zu gewährleisten“, erklärt auch Martin Baltes, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe, in einer Aussendung. Im OLEX-Restaurant könne der Betrieb noch nicht eröffnet werden, weil es bisher „keine rechtlich bindende Einigung mit dem Pächter gibt“.
In Betrieb sind am Patscherkofel bereits Pendelbahn, OLEX, der Schlepplift auf der Heiligwasserwiese, der Zauberteppich, der Kinderlift und die Panoramabahn. Zu wenig Schnee für einen Pistenbetrieb gebe es derzeit etwa beim Ochsenalmlift, führt Adrian Egger aus. Offiziell gesperrt ist der Skiweg nach Igls, „da von einem Grundeigentümer die Zustimmung zum Befahren verwehrt wurde“, so Egger. Aus demselben Grund habe man auch die Kasererwiese beim Übungslift bisher nicht präparieren können. Mit einem kurzfristig beschafften Pistenleihgerät wurde hier aber im Laufe des gestrigen Tages Abhilfe geschaffen.
Der Innsbrucker TVB-Obmann Karl Gostner verweist darauf, dass am Patscherkofel nach dem Besitzerwechsel nur noch ein Teil der bisherigen Beschneiungsanlagen zur Verfügung stehe. „Zaubern können die neuen Betreiber halt auch nicht.“ (md, TT)