Landespolitik

Haller Kasernenareal steht vor Umwidmung

© Domanig

Hall i. T. – Der weitere Fahrplan in Sachen Straubkaserne steht fest: Wie berichtet, haben die fünf Thaurer und Rumer Gemüsebauern, die das ...

Hall i. T. –Der weitere Fahrplan in Sachen Straubkaserne steht fest: Wie berichtet, haben die fünf Thaurer und Rumer Gemüsebauern, die das Areal im Dezember 2013 erworben haben, und die Haller Bürgermeisterin Eva Maria Posch vor wenigen Wochen eine grundsätzliche Einigung erzielt – nach langen und zähen Diskussionen. Nun soll die notwendige Umwidmung rasch erfolgen. Die Eigentümer suchen um eine Widmung für gewerbliche Gemüseverarbeitung an, außerdem wollen sie einen Teil des Areals, rund 1,5 Hektar, anderen Betrieben zur Verfügung stellen. All das werde derzeit „raumordnerisch aufbereitet und für einen Beschluss vorbereitet“, erklärte BM Posch gegenüber der TT.

Romed Giner, einer der Liegenschaftseigentümer (die unter „5er Gemüseland Tirol“ firmieren), hofft, dass der Haller Gemeinderat die Umwidmung bereits in der nächsten Sitzung beschließt. Aktuell sei man schon mit Betrieben im Gespräch, die Interesse daran haben, sich am Kasernenareal niederzulassen. „Zuallererst richten wir uns dabei an Haller Betriebe.“ Die Gewerbetreibenden könnten sich am Gelände einmieten oder ein Baurecht erwerben, Flächen würde man aber keine verkaufen, betont Giner. Die fünf Bauern wollen in Hall Westösterreichs modernste Gemüsebaulogistik einrichten. Die bestehenden Gebäude wurden bereits saniert, teilweise wird dort schon Gemüse eingelagert.

Derzeit, befristet bis Ende März, sind in der Straubkaserne noch Flüchtlinge untergebracht. „Ab April müssen die Räumlichkeiten aber frei sein, weil wir dort Arbeiter unterbringen“, erklärt Giner, der festhält, dass es „mit den Flüchtlingen keine Probleme gibt und alles ruhig abläuft“. Wie es mit den Flüchtlingen weitergeht? Laut Konrad Lais, Referent für Soziales und Integration beim Amt der Tiroler Landesregierung, sei das Land derzeit „massiv damit beschäftigt, Plätze zu schaffen“: Bereits bis Ende Jänner will das Bundesland Tirol 400 zusätzliche Unterkünfte für Asylwerber schaffen, in der Folge würden auch die Flüchtlinge aus der Straubkaserne neu aufgeteilt.

Wenn in Hall neuerlich ein Quartier frei würde, wäre das natürlich „optimal“, erklärt Lais, „bisher haben wir aber noch nichts gefunden, was adäquat wäre.“ (md)

Für Sie im Bezirk Innsbruck unterwegs:

Renate Perktold

Renate Perktold

+4350403 3302

Verena Langegger

Verena Langegger

+4350403 2162

Michael Domanig

Michael Domanig

+4350403 2561