Elektronikmesse „CES“

Vernetzte Fernseher, Autos und Uhren

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Die Elektronikmesse CES in Las Vegas steht in diesem Jahr noch stärker im Zeichen vernetzter Technik.

Las Vegas –Das Spielerparadies Las Vegas wird ab Dienstag wieder zur Hauptstadt der Elektronik-Industrie. Zur Elektronikmesse CES versammeln sich große und kleine Player der Branche, um ihre Neuheiten vorzustellen. Diesmal stehen von 6. bis 9. Jänner Autos sowie die Vernetzung aller Geräte noch stärker im Vordergrund als bisher.

Die Trends zeichneten sich schon vergangenes Jahr deutlich ab. Die Autoindustrie arbeitet mit Hochdruck an vernetzten und selbst fahrenden Fahrzeugen, dabei ist die IT-Branche Partner und Rivale zugleich. So kündigte der südkoreanische Elektronikriese LG kurz vor CES-Beginn an, dass er 3D-Kameras für automatisiert fahrende Mercedes-Autos liefern wird. Zugleich könnte Google mit seinen Ambitionen für selbst fahrende Stadtmobile ein künftiger scharfer Rivale werden. Die Autokonzerne legen deshalb besonderen Wert darauf, in Las Vegas Flagge zu zeigen. Auch Volkswagen, Ford und Toyota buhlen auf der CES um Aufmerksamkeit.

Noch stärker als bisher wird vernetzte Technik im Mittelpunkt stehen. Alles, was mit dem Internet oder anderen Geräten verknüpft werden kann, wird auch verbunden werden. Schon vergangenes Jahr waren sogar smarte Zahnbürsten zu sehen. Diesmal zeichnet sich noch stärker der Trend zu digitalen Gesundheitsanwendungen ab. Für die vielen Fitness-Tracker gibt es nun Plattformen etwa von Google­ und Apple, mit denen die Daten von Geräten verschiedener Anbieter gesammelt ausgewertet werden können. Zudem kündigen sich mit der Entwicklung „smarter Textilien“ ganz neue Möglichkeiten an: Die Sensoren müssen nicht mehr etwa am Handgelenk getragen werden, sondern können direkt im T-Shirt stecken.

Bei allem Neuen bleibt die CES aber auch eine Messe der Unterhaltungselektronik. Vergangenes Jahr präsentierten die südkoreanischen Branchenriesen Samsung und LG in Las Vegas ihre riesigen neuen Fernseher mit gebogenen Displays und besonders scharfem Bild dank vierfacher HD-Auflösung. Diesmal werden Modelle mit so genannter 8K- statt 4K-Auflösung erwartet. Die Displays der bisher vor allem in Japan entwickelten Geräte kommen auf 7680 mal 4320 Bildpunkte. Zum Vergleich: Beim heute am weitesten verbreiteten Full HD sind es nur 1920 mal 1080 Pixel.

Daneben dürfte auch bei der TV-Technik die Vernetzung besonders im Mittelpunkt stehen. So wurde bekannt, dass alle neuen Samsung-Fernseher­ mit Internetanschluss mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen laufen sollen, das auch in den Computeruhren des südkoreanischen Smartphone-Marktführers steckt. Mit Tizen will Samsung die Vernetzung aller Geräte deutlich vereinfachen.

Die Hersteller hoffen, dass die neue Bildtechnik wieder den Verkauf der TV-Geräte ankurbeln kann, der zuletzt nach dem Abflauen des Flachbildschirm-Booms schwächelte. Vor allem die japanischen Anbieter Sony, Sharp oder Panasonic stellte das vor große Probleme.

Apple ist auch diesmal nicht auf der CES, wird aber trotzdem präsent sein: Der Start der für Anfang 2015 angekündigten ersten Computeruhr des iPhone-Konzerns rückt näher. Anbieter smarter Uhren werden die Lücke nutzen, um ihre Geräte vor dem Start der Apple Watch anzupreisen. (dpa)