Skispringen: Tournee-Splitter
Innsbruck (APA) - Splitter von der Vierschanzen-Tournee der Skispringer:...
Innsbruck (APA) - Splitter von der Vierschanzen-Tournee der Skispringer:
Diese Saison hat bisher auffallend viele verschiedene Gewinner gebracht. In elf Weltcupbewerben gab es neun Siegergesichter. Einzig Roman Koudelka (CZE/3) und Simon Ammann (SUI/2) standen mehrfach auf der obersten Stufe. Bei einem Bewerb in Ruka waren Ammann und Noriaki Kasai (JPN) ex-aequo vorne. Für Österreich siegten Gregor Schlierenzauer (Lillehammer) und Tournee-Spitzenreiter Stefan Kraft (Oberstdorf). Gibt es am Sonntag in Innsbruck wieder einen neuen Sieger, wäre das für die ersten zwölf Wettkämpfe eine Premiere.
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Materialdiskussionen gehören alljährlich zur Tournee dazu. Diesmal sind es Spekulationen über angeblich nicht regelkonforme Anzüge bzw. Unterwäsche. Die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“ sieht Simon Ammann in Garmisch um den „Sieg betrogen“, weil Gewinner Anders Jacobsen (NOR) verbotene „Flügel“ in Form einer zu großer Anzugarmlänge verwendet haben soll. Außerdem ist die Rede von einteiliger Unterwäsche, die verbotenerweise am Sprunganzug haftet und so den Auftrieb erhöht. Diese Verbindung soll dann nach dem Sprung mit Verrenkungen wie übertriebenen Jubelposen wieder gelöst werden. Derlei Tricks will die Zeitung bei mehreren Springern aus verschiedenen Nationen ausgemacht haben. Die Materialkontrollen der FIS - die für die jeweiligen Top Ten auch das Ausziehen der Anzüge für die Prüfung der Luftdurchlässigkeit vorsieht - haben bisher freilich keinerlei Beanstandungen ergeben.
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Die österreichische Tournee-Dominanz in den vergangenen Jahren drückt sich nicht nur in sechs Gesamtsiegen in Folge aus, sondern natürlich auch anhand der Tageserfolge. Von den jüngsten 26 Tourneebewerben gingen 18 an den ÖSV. Den kleinen Rest teilen sich Norwegen (4), die Schweiz (3) und Finnland (1).
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Tournee-Sieger ohne einen einzigen Tageserfolg hat es schon mehrfach gegeben. Der bis dato letzte war 1998/99 der Finne Janne Ahonen (FIN). Nach zwei Bewerben der aktuellen Auflage haben allen voran der Gesamtzweite Peter Prevc (SLO) mit bisher zwei dritten Plätzen und der hinter ihm liegende Michael Hayböck (2. in Oberstdorf/7. in Garmisch) die Möglichkeit, das zu wiederholen.