Ski alpin: Janica Kostelic sieht keinen Sinn im Messen mit Männern
Zagreb (APA) - Drei Fragen an die ehemalige kroatische Skirennläuferin Janica Kostelic anlässlich des Alpin-Weltcups in Zagreb. Die dreifach...
Zagreb (APA) - Drei Fragen an die ehemalige kroatische Skirennläuferin Janica Kostelic anlässlich des Alpin-Weltcups in Zagreb. Die dreifache Weltcup-Gesamtsiegerin und fünffache Weltmeisterin ist mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen die erfolgreichste Skirennfahrerin der Olympia-Geschichte und 2007 mit nur 25 Jahren zurückgetreten.
APA: Der Ski-Weltcup in Zagreb ist nicht zuletzt aufgrund ihrer Erfolge gegründet und groß geworden. Sind sie stolz darauf?
Kostelic: „Ich sehe das nicht ganz so. Es hat eben begonnen, als ich noch aktiv war. Aber natürlich ist das alles hier schon ein wahr gewordener Traum. Das Ganze gebührt aber ebenso den ganzen Helfern, der Öffentlichkeit, meinem Vater, der Familie und dem ganzen Team.“
APA: Man sieht sie seit ihrem Rücktritt hauptsächlich bei Herrenrennen, wo sie ihren Bruder Ivica unterstützen. Wie geht es ihnen?
Kostelic: „Mein Leben ist großartig. Aber das war es auch als Skifahrerin trotz aller Verletzungen. Wir alle haben nach der Karriere ein erfülltes Leben gefunden und auch ich fühle mich okay. Alles an meinem Körper ist da und gut.“
APA: Sie hatten ihre eigene Sichtweise auf den Damen-Rennsport. Lindsey Vonn will sich unbedingt mit den Männern messen und dabei beweisen. Wie ist ihre Sichtweise dazu und was sagen sie zu Vonns erfolgreichem Comeback?
Kostelic: „Dass du im Skirennsport nach einer Verletzung zurückkehrst, ist doch normal. Das tut jeder. Zum Vergleich: Ich sehe keinen Grund, Äpfel und Birnen zu vermischen. Wenn du eine Frau bist, bist du eine Frau. Man kann solche Vergleiche ja im Training anstellen. Aber ich halte so etwas nicht für notwendig.“
(Die Fragen stellte Hans Gödel/APA)