Verkehr

Land Tirol will in Vorarlberg räumen

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Elbigenalp, Innsbruck – Nach dem Aufschrei des Außerferner Wirtschaftskammerobmannes Michael Baldauf in Sachen Dauerwintersperre Lech – Wart...

Elbigenalp, Innsbruck –Nach dem Aufschrei des Außerferner Wirtschaftskammerobmannes Michael Baldauf in Sachen Dauerwintersperre Lech – Warth („Der jährliche Kniefall des Landes Tirol vor Vorarlberg ist beschämend“) reagiert nun Günther Platter. Der Landeshauptmann hat in dieser Causa mehrere Gespräche mit seinem Vorarlberger Amtskollegen LH Markus Wallner geführt. „Wir haben uns darauf verständigt, dass es keine Verordnung der Vorarlberger Landesregierung so wie im Vorjahr für eine Dauersperre der Strecke geben wird“, erklärt Platter. „Ich gehe auch davon aus, dass das so eingehalten wird“, so Platter weiter, der angeboten hat, dass sich Tirol am Aufwand für die Sicherung und Räumung der Strecke beteiligen wird. Die beiden Landeshauptleute bleiben im Gespräch.

Durch diese Vorgangsweise soll sichergestellt werden, dass die Verbindung, sofern keine Notwendigkeit gegeben ist, geöffnet bleibt und damit sowohl für Einheimische und Gäste aus dem Tiroler Lechtal lange Umwege entfallen. Streckensperren soll es künftig nur anlassbezogen bei Lawinengefahr und nach Beurteilung durch die zuständige Lawinenkommission, wie es gerade aktuell der Fall ist, geben.

FPÖ-Verkehrssprecher LA Edi Rieger zeigt sich über die ungewisse Situation der Lechtaler mehr als besorgt: Trotz des einstimmigen Landtagsbeschlusses habe die Tiroler Landesregierung nicht den Mut, den Vorarlberger Gemeinden und der Vorarlberger Landesregierung Paroli zu bieten. „Die derzeitige Situation ist unzumutbar“, sagt Rieger. Er führt weiters aus: „Eine neuerliche Sperre stellt nicht nur eine massive Belastung für die Bewohner des Lechtales dar, sondern schädigt auch den Wirtschaftsstandort Lechtal und die strukturschwache Region Reutte an sich.“ (hm)