Deutsche Linkspartei wirft Merkel Erpressung Griechenlands vor

Athen/Berlin (APA/dpa) - Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone scheint für Berlin kein Tabu mehr zu sein, wie im „Spiegel“ verlautet w...

Athen/Berlin (APA/dpa) - Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone scheint für Berlin kein Tabu mehr zu sein, wie im „Spiegel“ verlautet wurde. Die deutsche Linkspartei, die mit der linken Syriza-Partei in Griechenland verbündet ist, wirft Kanzlerin Angela Merkel nun Erpressung und Destabilisierung Griechenlands vor. Auch aus der mitregierenden SPD gibt es skeptische Reaktionen.

Linkspartei-Chef Bernd Riexinger sprach am Sonntag im „Handelsblatt“ von einer gezielten Indiskretion, die in Griechenland die Krise eskaliere. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Carsten Schneider nannten einen Austritt Griechenlands aus dem Euro im „Tagesspiegel“ (Montag) „abenteuerlich“ und „sehr gefährlich“.

Der „Spiegel“-Bericht wurde am Wochenende weder vom deutschen Kanzleramt noch vom Finanzministerium dementiert. Der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter erklärte am Sonntag in Berlin lediglich: „Die Bundesregierung geht davon aus, dass Griechenland auch weiterhin seinen Verpflichtungen nachkommen wird.“