Ebola - Sierra Leone verschärft Kontrollen am Flughafen von Freetown
Freetown/Conakry/Monrovia (APA/AFP) - Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Ebola-Virus hat Sierra Leone die Kontrollmaßnahmen am Flu...
Freetown/Conakry/Monrovia (APA/AFP) - Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Ebola-Virus hat Sierra Leone die Kontrollmaßnahmen am Flughafen der Hauptstadt Freetown verschärft. Ab sofort würden nicht nur Reisende, sondern auch alle Arbeiter des Flughafens ständig überprüft, erklärte Gesundheitsminister Abubakarr Fofanah am Sonntag.
Er reagierte damit auf Berichte, wonach sich zwei Flughafen-Arbeiter vermutlich mit dem gefährlichen Virus infiziert haben. Künftig soll bei jedem Angestellten am Eingangstor des Flughafens und an den Eingängen zum Terminal die Temperatur gemessen werden.
Sierra Leone ist inzwischen das am schlimmsten von Ebola betroffene Land. Nach UN-Angaben wurden fast zehntausend Fälle registriert, 2758 Menschen starben. Eine in dem westafrikanischen Land arbeitende Pflegekraft aus Südkorea wird derzeit in der Berliner Charite behandelt, weil sie sich wahrscheinlich mit dem Virus infizierte. Sie wurde nach Angaben der Charite am Samstag mit einem Spezialflugzeug nach Berlin eingeflogen und auf die Seuchenstation der Universitätsmedizin gebracht.
Das Mitglied eines kleinen südkoreanischen Helferteams soll sich bei der Behandlung eines schwerkranken Ebola-Patienten in Sierra Leone mit einer Spritze gestochen haben. Da Kranke in diesem Stadium hochansteckend sind, gilt eine Infizierung als sehr wahrscheinlich.