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Papst Franziskus absolviert dichtes Programm bei zweiter Asienreise

Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus absolviert vom 12. bis 19. Jänner einen Pastoralbesuch auf Sri Lanka und den Philippinen. In beiden Lä...

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Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus absolviert vom 12. bis 19. Jänner einen Pastoralbesuch auf Sri Lanka und den Philippinen. In beiden Ländern trifft er laut Kathpress mit Politikern und der Kirchenführung zusammen und feiert Gottesdienste unter freiem Himmel, wie aus dem vom Vatikan angekündigten Programm hervorgeht. Es handelt sich um die siebente Auslandsreise von Franziskus.

In Sri Lanka will der Papst den indischen Oratorianer-Missionar Joseph Vaz (1651-1711) heiligsprechen, der in schwieriger Zeit maßgeblich zum Überleben der Kirche auf dem Inselstaat beitrug. Zudem ist in der Hauptstadt Colombo ein interreligiöses Treffen vorgesehen. Auf den Philippinen trifft Franziskus mit Überlebenden des Taifuns Hayan zusammen.

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Der Papst fliegt am Abend des 12. Jänner von Rom ab und landet nach knapp neunstündigem Flug in Colombo. Zunächst trifft er dort mit des Bischöfen des Landes zusammen. Danach stattet er Staatspräsident Mahinda Rajapaksa einen Höflichkeitsbesuch ab und begegnet Führern anderer Religionen. Am zweiten Besuchstag steht die Heiligsprechungsfeier auf einer Strandpromenade der Hauptstadt auf dem Programm. Am Nachmittag begibt er sich per Hubschrauber zum Marienheiligtum von Madhu im Tamilengebiet.

Am 15. Jänner in der Früh starten der Papst und seine Begleiter zum Weiterflug nach Manila. Nach einem offiziellem Empfang auf dem Flughafen findet am darauffolgenden Tag die eigentliche Begrüßungszeremonie im Präsidentenpalast der philippinischen Hauptstadt statt. Danach spricht der Papst vor Politikern und Diplomaten und feiert in der Kathedrale eine Messe mit Bischöfen und Priestern. Für den späten Nachmittag steht ein Treffen mit Familien auf seinem Programm.

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Der folgende Tag (17.1.) ist dem Besuch in der Katastrophenregion Tacloban, eine gute Flugstunde von Manila entfernt, gewidmet. Anschießend isst der Papst mit Überlebenden der Katastrophe im Erzbischöflichen Palais zu Mittag. Am Nachmittag weiht er die neue Sozialstätte „Franziskus-Zentrum für die Armen“ ein.

Am Sonntag (18.1.) trifft sich der Papst vormittags mit Jugendlichen auf einem Universitätssportfeld. Am Nachmittag feiert er im Rizal-Park von Manila eine Messe. Der knapp 15-stündige Rückflug beginnt Montag früh. Am frühen Abend wird das Kirchenoberhaupt in Rom-Ciampino zurückerwartet.

Franziskus ist der zweite Papst, der Sri Lanka besucht, aber er wird der erste sein, der seinen Fuß in das tamilisch besiedelte Nordterritorium - und zwar nach Madhu - setzen wird. Das Gebiet war jahrzehntelang vom Bürgerkrieg schwer betroffen. Johannes Paul II. hatte im Zuge seiner Asienreise 1995 nur die singhalesisch bevölkerte Hauptstadt Colombo besucht.

Im bereits seit dem Jahr 1670 bestehenden und der Muttergottes Maria geweihtem Heiligtum am Rande der Stadt Madhu will der Papst am 14. Jänner um 15.30 Uhr vor allem mit Angehörigen von Opfern des Bürgerkriegs (1983-2009) beten.

Rund 20 Prozent der Tamilen sind Katholiken, die meisten sind Anhänger des Hinduismus. Während des Bürgerkriegs beherbergte der Wallfahrtskomplex von Madhu teils mehr als 10.000 Flüchtlinge. Im November 1999 kamen dort bei einem Beschuss 44 Menschen ums Leben. Der ethnische Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen war Auslöser des Bürgerkriegs mit mehreren Zehntausend Toten. Eine Versöhnung zwischen Norden und Süden ist allerdings nicht in Sicht: Einerseits steht der Norden seit 2009 unter militärischer Besetzung, andererseits weigert sich die Regierung, die verübten Kriegsverbrechen aufzuarbeiten.


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