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Verletzte und Schäden durch Orkanböen in Deutschland

Hamburg/Edinburgh (APA/dpa/Reuters) - Heftige Orkanböen haben in Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet und mehrere Menschen ver...

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Hamburg/Edinburgh (APA/dpa/Reuters) - Heftige Orkanböen haben in Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet und mehrere Menschen verletzt. Zwei Mädchen wurden auf einem Hamburger Schulhof von einem umstürzenden Baum getroffen und kamen in ein Krankenhaus. Starke Stürme kappten in Schottland zeitweise die Stromversorgung von etwa 100.000 Menschen.

Auch bei wetterbedingten Unfällen auf Straßen und Gewässern gab es mehrere Verletzte. Der Bahnverkehr war vor allem im Norden gestört. Zahlreiche Strecken zwischen Großstädten mussten seit Freitagnachmittag wegen entwurzelter Bäume, Blitzeinschlägen und beschädigter Oberleitungen gesperrt werden, teilte das Unternehmen mit. Dies gelte für die ICE und IC-Trassen Berlin-Hamburg, Hamburg-Bremen sowie Hamburg-Hannover. Im Nahverkehr seien unter anderem Trassen wie Kiel-Lübeck und Kiel-Flensburg nicht befahrbar.

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Die beiden in Hamburg schwer verletzten Mädchen sind Schülerinnen einer sechsten Klasse. Ein weiteres Kind wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der Baum war durch eine Windböe auf den Schulhof gestürzt. Im brandenburgischen Prenzlau musste eine Volksschule evakuiert werden, nachdem der Sturm das Dach weggefegt hatte. Keiner der rund 300 Schüler wurde verletzt.

Die Hamburger Feuerwehr musste zu mehr als 250 Einsätzen innerhalb von gut zwei Stunden ausrücken. Nach Angaben eines Sprechers knickte ein Baum nach dem anderen ab. Autos wurden darunter begraben. In der Hansestadt und in Schleswig-Holstein bremste der Sturm den Bahnverkehr auf mehreren Strecken aus. Tausende Reisende waren betroffen. Auch viele Fähren durften nicht mehr auslaufen.

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Polizei und Feuerwehr waren auch in Sachsen-Anhalt im Dauereinsatz. Orkanböen mit bis zu 160 Stundenkilometern fegten über den höchsten Berg Norddeutschlands, den 1.141 Meter hohen Brocken. In Berlin brach der Fußball-Bundesligist Hertha BSC wegen des Unwetters das Training ab. Die Mannschaft verließ fluchtartig den Platz.

Wetterchaos gab es auch in Großbritannien. Im Norden des Landes waren rund 100.000 Haushalte zwischenzeitlich vom Stromnetz abgeschnitten. Am schwersten betroffen waren die Highlands und die schottischen Inseln. Viele Schulen und Kindergärten blieben geschlossen. Wetterwarnungen der Meteorologen betrafen auch die Großstädte Edinburgh und Glasgow.


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