Gesellschaft

Festtag für Zunft der Bauarbeiter

© Jaritz

Imst – Die Bezirkshauptstadt ist nicht nur die Stadt des Schemenlaufens, der Brunnen und des ersten SOS-Kinderdorfes der Welt, Imst ist auch...

Imst –Die Bezirkshauptstadt ist nicht nur die Stadt des Schemenlaufens, der Brunnen und des ersten SOS-Kinderdorfes der Welt, Imst ist auch die Stadt der Zünfte. So feierte die Zunft der Bauarbeiter, Maurer und Zimmerleute am vergangenen Sonntag ihren Tinzltag. Nach der Zunftmesse in der Pfarrkirche, zelebriert vom Stadtpfarrer Alois Oberhuber, ging’s dann ins Hotel Stern zur Auflage (Bezahlung des Mitgliederbeitrages) und zum regen Gedankenaustausch. Früher lebte man bescheidener. Und der Tinzltag war immer ein Festtag für die Bauarbeiter. So luden die Baumeister ihre Arbeiter zu einem Getränk und zu einer Hauswurst ein. Auch für den Wirt ein besonderer Tag: Man verkaufte dabei zwei bis drei Liter Wein.

Die Maurer- und Zimmerleutezunft ist wahrscheinlich die älteste. Ihre Entstehung geht bis ins Jahr 1460 zurück. Gegründet wurde sie, als die Imster Bauhütte entstand. Diese wurde im Zuge der Bautätigkeit rund um die Imster Pfarrkirche, aber auch der Stefanskirche in Karres errichtet. Seit dieser Zeit leisten die Bauhandwerker ihren Obolus in die Zunftlade. Mit diesem Geld wurden früher notleidende Mitglieder unterstützt. Heute ist Architekt Norbert Heltschl das prominenteste Mitglied. (peja)