Massiver Protest nach Verweis von Lesben aus Wiener Kaffeehaus
Zwei junge Frauen sollen aufgrund eines Begrüßungskusses aus dem Café Prückel verwiesen worden sein. Im Internet regt sich heftiger Protest, mehr als 3.400 Facebook-Nutzer haben bereits ihr Kommen zu einer Demonstration am Freitag zugesagt.
Wien - Nachdem am 6. Jänner ein lesbisches Paar aus dem Wiener Café Prückel verwiesen worden ist, richtet sich momentan massiver Protest gegen das Traditionshaus am Stubenring. Auslöser für den Verweis soll ein Begrüßungskuss zwischen den beiden jungen Frauen gewesen sein.
Nach dem Austausch der Zärtlichkeit soll das Paar zunächst von einem Kellner gebeten worden sein, dies zu unterlassen, berichtete unter anderem der Kurier. Anschließend seien die beiden Frauen im Alter von 26 und 19 Jahren mit Ignoranz bestraft worden. Eine Stunde sei vergangen, ohne dass die beiden eine Bestellung aufgeben hätten dürfen.
Um Beschwerde einzureichen, verlangte das Paar nach der Geschäftsführerin. Diese soll den beiden jedoch entgegnet haben, dass die Ermahnung auf ihre eigene Anweisung erfolgt sei, so der Kurier. „Sie meinte, solche Andersartigkeiten gehören ins Puff und nicht in ihr Traditionskaffehaus“, zitiert die Zeitung die 19-Jährige. Dem sei der Lokalverweis gefolgt.
Geschäftsführerin uneinsichtig
Dem Kurier sagte die Geschäftsführerin später, dass der Verweis nichts mit dem Geschlecht zu tun gehabt habe: „Mir ist es egal, wer mit wem schmust. Ich bin ein Alt-Wiener Kaffeehaus und will das nicht haben.“
Im Internet formiert sich seit dem Bekanntwerden des Vorfalls der Protest gegen das Café. Mehr als 3.400 Personen haben via Facebook bereits ihre Teilnahme an einer Demonstration gegen den mutmaßlich homophoben Vorfall vor dem Café am kommenden Freitag zugesagt (Stand Montagvormittag). Auch auf Twitter richtet sich ein Shitstorm gegen das Prückel. (siha, tt.com)
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