Niederösterreichische „VEP Fördertechnik“ insolvent

Neunkirchen (APA) - Die niederösterreichische VEP Fördertechnik Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Natschbach-Loipersbach (Bezirk Neunkirchen) ...

Neunkirchen (APA) - Die niederösterreichische VEP Fördertechnik Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Natschbach-Loipersbach (Bezirk Neunkirchen) ist nach Angaben der Gläubigerschutzverbände AKV und Creditreform vom Montag insolvent. Am Landesgericht Wiener Neustadt wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Aktiva von etwa 1,7 Mio. Euro stehen Passiva von rund 7,8 Mio. Euro gegenüber.

Betroffen sind 130 Gläubiger und 20 Arbeitnehmer. Das 1988 gegründete Unternehmen beschäftigt sich mit der Planung und Produktion von Maschinen in den Bereichen Abfallbehandlung, Ersatzbrennstoffanlagen, Brennstofflogistik und Kiesaufbereitungsanlagen. Es produziert zudem Förderanlagen und Förderbänder aus Gummi bzw. Kunststoff.

Zur Insolvenz sollen u.a. die nicht erfolgreiche Entwicklung eines Sonderproduktes und eine damit verbundene ungeplante Kostensteigerung im Jahr 2013 geführt haben. Parallel dazu hat es laut Creditreform einen Umsatzrückgang von 20 Prozent in der Sparte Anlagenbau gegeben, wodurch es zu Zahlungsstockungen kam. Im zweiten Halbjahr 2014 seien dann die Aufträge in diesem Geschäftsbereich gänzlich ausgeblieben.

Das Unternehmen soll laut AKV und Creditreform fortgeführt werden. Den Gläubigern wird eine 20-Prozent-Quote binnen zwei Jahren geboten. Im Rahmen der Sanierung werde beabsichtigt, den Teilbetrieb Anlagenbau zu schließen und damit die Mitarbeiteranzahl auf 14 zu reduzieren, so der AKV. Löhne und Gehälter seien seit Oktober 2014 nicht mehr ausbezahlt worden.