Bürgermeister hält nichts von Ausschreibung der Operette
Grünen-Gemeinderat Andreas Falschlunger will den Operettensommer auf der Festung günstiger machen und alternative Veranstalter suchen.
Von Michael Mader
Kufstein –655.000 Euro jährlich betrage laut Kufsteins Gemeinderat Andreas Falschlunger (Grüne) die öffentliche Förderung für den so genannten Operettensommer auf der Festung Kufstein. „Damit ist er auch die höchstgeförderte Kulturveranstaltung in Kufstein“, sagt Falschlunger und lässt gleich mit einem Antrag im Gemeinderat aufhorchen. Er möchte, dass die Abhaltung der Operettenserie in den Jahren 2017 bis 2022 öffentlich ausgeschrieben wird. „Um die Förderung einzudämmen und den Mehrwert für die Stadt zu erhöhen, sollen sich unterschiedliche Veranstalter ein Konzept überlegen, wie man aus wenig viel machen kann. Dazu gehören die Verträge mit den Akteuren, die Technik, die Auslastung der Bühne und Tribüne während der Spielzeit und die Einbeziehung privater Sponsoren“, erklärt Falschlunger.
Josef Resch, Veranstalter und quasi Erfinder des Operettensommers, will dazu nichts sagen, verweist aber auf derzeit laufende, gute Gespräche über die kommende Förderung mit der Stadt.
BM Martin Krumschnabel kann dem Antrag Falschlungers, der an den Kulturausschuss weitergeleitet worden ist, wenig abgewinnen: „Ich halte das für keine gute Idee. Das ist ein ganz kompliziertes Konstrukt. Wer soll das vergleichen? So etwas kann man ja nicht ausschreiben wie etwa eine Bauleistung. Wir können ja kein Casting machen.“ Zudem stellt sich für den Stadtchef die Frage, ob das dann noch die Qualität hat, „die wir gewohnt sind“.
Entweder komme man mit Resch bei den Gesprächen zusammen oder man müsse auf der Festung etwas ganz anderes machen. „Ich halte aber ganz klar fest, dass ich zum Operettensommer stehe, so wie er ist“, sagt der Bürgermeister. Die Stadtgemeinde alleine koste der Operettensommer mit sämtlichen Leistungen an die 340.000 Euro.
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