Grüne Kritik an Projektstopp an der Isel
Das Regionsmanagement hätte den nötigen Förderbeschluss für das Iselprojekt nicht aufschieben dürfen, sagen die Osttiroler Grünen.
Matrei i. O., Lienz –Das Land plante an der Isel bei Matrei-Seblas eine Aufweitung, um ein Naherholungsgebiet zu schaffen. Das Projekt sollte auch dem Hochwasserschutz dienen. Dafür wären EU-Gelder aus dem Leader-Programm vorgesehen gewesen. Doch das Regionsmanagement, das die Gelder verwaltet, wollte die Förderung nicht beschließen. Begründung: Die Standortgemeinde Matrei hat angekündigt, gegen das Projekt Einspruch zu erheben. Damit werde der positive Bescheid der Behörde nicht rechtskräftig, heißt es, das Regionsmanagement wolle noch abwarten.
Das sehen die Osttiroler Grünen nicht ein. „Es wäre möglich gewesen, einen Beschluss vorbehaltlich der Vorlage aller vorgesehenen Genehmigungen zu fassen, wie das auch in anderen Verfahren durchaus üblich ist“, sagt Thomas Haidenberger, Sprecher der Grünen. Dass die Fraktion von BM Andreas Köll (VP) sich querlegt, kann Haidenberger nicht verstehen. Viele Matreier würden das Projekt nämlich befürworten; Fischer oder namhafte Tourismusbetriebe etwa. Weil die Bürgermeister-Fraktion dieses Projekt mit Natura 2000 verwechsle, würde sie einige 100.000 Euro für die regionale Wirtschaft mutwillig den Bach hinuntergehen lassen.
In einer Stellungnahme aus dem Büro von LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) ist von einer „Blockade dieses Zukunftsprojekts“ die Rede. Laut der Abteilung Umweltschutz kann rein fachlich gesehen auch später noch gebaut werden, aber nur bei Niedrigwasser, also im Winter. (TT, co)
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