Zeman: Einwanderer müssen Regeln respektieren oder in Heimat zurück

Prag/Paris (APA) - Mit scharfen Worten hat der tschechische Staatspräsident Milos Zeman nach den jüngsten Terroranschlägen in Frankreich die...

Prag/Paris (APA) - Mit scharfen Worten hat der tschechische Staatspräsident Milos Zeman nach den jüngsten Terroranschlägen in Frankreich die Einwanderer in Tschechien zur Integration aufgefordert. Die Immigranten sollten in ihre Heimat zurückkehren, falls sie aus einem anderen Kultur- und Religionskreis stammen und die Regeln des Gastgeberlandes nicht respektieren, erklärte Zeman der Tageszeitung „Denik“ (Montag).

„Ich denke, dass diese Leute in ihren Ländern leben und dort ihre Religion praktizieren sollten und nicht versuchen, das normale Leben in Ländern zu stören, die eine andere Kultur haben“, meinte Zeman. „Ihre Ursprungsländer bleiben Algerien, Libyen oder Mali aus dem einfachen Grund, dass ein genetischer Zusammenhang besteht“, sagte der Staatschef weiter. „Ich würde ihnen sagen: Falls sie nicht imstande sind, die Regeln des Gastgeberlandes zu akzeptieren - und das Ermorden von Journalisten ist auf keinen Fall ein Akzeptieren der Regeln - kehrt nach Hause in eure Heimat zurück“, so Zeman.

Unterdessen kündigten Regierungschef Bohuslav Sobotka und Innenminister Milan Chovanec angesichts der jüngsten Anschläge in Paris eine Verstärkung und bessere Finanzierung der Geheimdienste an. Der zivile Inlandsgeheimdienst BIS sei in den vergangenen Jahren mit Kürzungen konfrontiert gewesen, weswegen seine Kapazität verkleinert worden sei. „Dies muss man verbessern, damit die Bürger die Sicherheit haben, dass der Staat und seine Sicherheitsorgane imstande sind, auf derartige Risiken zu reagieren“, erklärte Sobotka.