Flug QZ8501 - Taucher bargen Flugdatenschreiber der AirAsia-Maschine
Jakarta/Kuala Lumpur/Singapur (APA/AFP) - Rund zwei Wochen nach dem Absturz der AirAsia-Maschine vor der indonesischen Küste haben Marinetau...
Jakarta/Kuala Lumpur/Singapur (APA/AFP) - Rund zwei Wochen nach dem Absturz der AirAsia-Maschine vor der indonesischen Küste haben Marinetaucher eine der beiden Blackboxes geborgen. Der Flugdatenschreiber wurde nach Angaben von Einsatzleiter Bambang Soelistyo am frühen Montagmorgen aus der Javasee geborgen, der Stimmenrekorder blieb hingegen unter einer Tragfläche der abgestürzten Maschine eingeklemmt.
Von den Blackboxes erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Ursache des Unglücks. Der Flugdatenschreiber dokumentiert wichtige Daten wie etwa Höhe, Geschwindigkeit und Kurs der Maschine, der Stimmenrekorder zeichnet alle Gespräche, Funkgespräche und sonstigen Geräusche im Cockpit auf. Beide Blackboxes sind im Flugzeugheck untergebracht und so konzipiert, dass Meerwasser ihnen nichts anhaben kann. Sie lassen sich noch wochenlang mit Hilfe von besonderen Signalen orten. Diese Pings führten nun auch zu den beiden Flugschreibern.
Der Datenschreiber sollte noch am Montag zur Analyse nach Jakarta gebracht werden. Am Dienstag wollten die Bergungsmannschaften den Stimmenrekorder freilegen. Dazu solle die Tragfläche möglicherweise mit Hilfe riesiger Ballons angehoben werden, sagte ein Sprecher des Bergungsteams. Mit Hilfe der Ballontechnik und eines Krans war bereits am Samstag das Heck der Maschine geborgen worden. Gleichzeitig soll die Suche nach weiteren Opfern des Absturzes fortgesetzt werden.
Der Airbus war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der Insel Java nach Singapur bei einem Sturm abgestürzt. An Bord waren 162 Menschen, bisher wurden 48 Leichen geborgen. Experten vermuten, dass sich die meisten Opfer noch in der Passagierkabine befinden, doch wurde diese noch nicht gefunden, wie Militärchef Moeldoko Journalisten an Bord des Marineschiffs „KRI Banda Aceh“ sagte.
Eine Analyse der bisher gefunden Wrackteile ergab nach den Worten von Bergungsexperte S.B.Supriyadi, dass der Airbus beim Aufschlag auf der Meeresoberfläche auseinandergebrochen sein muss. Es sei keine Zeit mehr geblieben, den Kabinendruck auszugleichen, so dass die Maschine unter dem Druck regelrecht explodiert sei. „Diese Explosion war in der Region zu hören“, fügte der Experte hinzu.
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