Birmingham „ganz muslimisch“? US-Kommentator verärgert Briten
Steve Emerson von Fox News bezeichnete die britische Stadt als „No-go-Area“ für Nicht-Muslime. „Als ich das gehört habe, habe ich mich an meinem Porridge verschluckt“, sagte Premier David Cameron in einem britischen TV-Interview.
London – Ein Kommentator des US-Nachrichtensenders Fox News hat die britische Großstadt Birmingham als Art „No-go-Area“ für Nicht-Muslime bezeichnet - und sich damit den Zorn der Briten bis hin zum Premierminister eingehandelt. Als No-go-Area werden Stadtgebiete bezeichnet, in denen immer wieder Gewalt ausbricht und die öffentliche Sicherheit nicht gewährleistet ist.
„Als ich das gehört habe, habe ich mich an meinem Porridge (Haferbrei) verschluckt und gedacht, es ist der 1. April“, sagte Premier David Cameron am Montag dem Sender ITV. „Dieser Typ ist eindeutig ein Vollidiot.“ Birmingham sei ein fantastisches Beispiel dafür, wie Menschen unterschiedlichen Glaubens und verschiedener Herkunft etwas aufbauen könnten, sagte Cameron.
Kommentator Steven Emerson hat inzwischen um Entschuldigung gebeten. Er will dem Kinderkrankenhaus der englischen Stadt Geld spenden. Emerson hatte in einem Live-Interview gesagt, es gebe „echte Städte wie Birmingham, die ganz muslimisch sind, in die Nicht-Muslime einfach nicht gehen“.
Unter dem Schlagwort #FoxNewsFacts posteten Twitter-Nutzer daraufhin absurde Behauptungen - etwa, dass die frühere Premierministerin Margaret Thatcher heimlich Jihadistin gewesen sei, weil sie auf einem Bild ein Kopftuch getragen habe. (APA/dpa)
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