Attacke in Paris - EU-Parlament gegen Generalverdacht für Muslime
Straßburg/Paris (APA) - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat zu Beginn der Plenarsitzung in Straßburg am Montag nach den Terroranschläge...
Straßburg/Paris (APA) - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat zu Beginn der Plenarsitzung in Straßburg am Montag nach den Terroranschlägen in Paris davor gewarnt, sämtliche Muslime unter Generalverdacht zu stellen. „Wenn das gelingt, werden die Terroristen gewonnen haben und wir werden die Freiheit verlieren“.
Schulz betonte, „wir sollten jetzt all das verkörpern, was die Fanatiker hassen: Friedliche Zusammenarbeit von Frauen und Männern, aus ganz unterschiedlichen Richtungen, ein gemeinsames Eintreten, dass Hass nie um sich greifen kann“. Während der Debatte hatten zahlreiche EU-Abgeordnete auf ihren Tischen Tafeln aufgestellt und einige andere weiße T-Shirts mit der schwarzen Aufschrift „Je suis Charlie“ getragen. Schulz hatte zunächst die Namen der von den Terroristen ermordeten Opfer verlesen. Danach gab es eine Trauerminute der Mandatare.
Die Attacken seien ein Angriff „auf uns alle. Wir müssen darauf reagieren“, so Schulz. Es sei wesentlich, nicht das freie Denken zu verändern oder gar Abstriche an europäischen Werten „gegenüber der Gewalt von Kalaschnikow-Gewehren“ hinzunehmen.
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