Niedrige Dieselpreise: AK pocht auf Tarifreform der VVT
Die neuerliche Preiserhöhung der VVT ist der AK Tirol ein Dorn im Auge. Einzeltickets werden im Durchschnitt um zwei Prozent teurer, Monats- und Jahreskarten um 2,2 Prozent.
Innsbruck – Dieselpreise sind derzeit so niedrig wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr. Dem gegenüber stehen die neuen Ticketpreise des Verkehrsverbundes Tirol (VVT), die ab 1. Februar ein Rekordhoch erreichen ( siehe http://goo.gl/0uSZvL ). Die AK Tirol macht in einer Aussendung darauf aufmerksam, dass Tariferhöhungen in den vergangenen Jahren häufig stark mit steigenden Dieselpreisen begründet worden seien. „An die Weitergabe der derzeit sinkenden Dieselkosten an die Fahrgäste haben der VVT und auch andere Verkehrsunternehmen aber offensichtlich kein Interesse“, kritisiert AK-Präsident Erwin Zangerl.
Keine Spur von Einhaltung der Wahlversprechen
Zudem fällt auf, dass die Tarife nicht gleichmäßig für alle Zonen angehoben werden, sondern dass die Tarife auf wichtigen Pendlerstrecken stärker erhöht wurden. Dies trifft beispielsweise auf die Strecken Innsbruck-Hall und Innsbruck-Wattens zu, wo sich der Preis für die Jahreskarte um 2,8 Prozent erhöht. Die Strecke Innsbruck-Hall hat sich seit 2009 preislich gar um 26 Prozent erhöht. „Daraus wird offensichtlich, wie dringlich eine Tarifreform des VVT ist“, resümiert Zangerl.
Er bezeichnet die Tarifsteigerung als eine negative Überraschung, zumal LH-Stv. Ingrid Felipe seit Längerem eine Tarifreform angekündigt habe. Die AK verweist darauf, dass das Jahresticket um 365 Euro sowie ein elektronisches Ticketsystem fest im Koalitionsprogramm verankert sei. „Anstatt Wahlversprechen umzusetzen, werden die Tarife weiter erhöht. Pendler müssen endlich spürbar entlastet werden“, fordert Zangerl abschließend. (TT.com)