Leitbörsen in Fernost schließen schwächer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verlor...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verlor 0,64 Prozent auf 17.087,71 Zähler. Der Hang-Seng-Index in Hongkong rückte inzwischen um 0,79 Prozent auf 24.215,97 Punkte vor. Der Shanghai Composite gewann 5,98 Punkte oder 0,19 Prozent auf 3.235,30 Punkte.

Die Märkte in Singapur und Sydney schlossen leichter. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.341,07 Zählern mit einem Minus von 3,82 Punkten oder 0,11 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 17,4 Zähler oder 0,32 Prozent auf 5.382,10 Einheiten.

Am US-Aktienmarkt ist es kurz vor dem Start der Berichtssaison zu Wochenbeginn bergab gegangen. Der anhaltend schwache Ölpreis kostet die Anleger weiter Nerven und belasteten auch die Börsen ins Asien.

Außerdem hat China mit einem Zuwachs des Außenhandels von nur 3,4 Prozent im vergangenen Jahr sein selbst gestecktes Ziel nicht einmal zur Hälfte erreicht. Unerwartet stark legten die Exporte allerdings im Dezember noch einmal mit 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Importe gingen zum Jahresende gleichwohl um 2,4 Prozent zurück.

Bei den Einzelwerten in Tokio verzeichnete Alps Electric ein Plus von 3,95 Prozent. Der Elektronikzulieferer profitierte von einer Hochstufung der Credit Suisse.

Die Aktien von Einzelhändlern wie Aeon und Seven & i gehörten hingegen zu den größten Verlieren. Die Aeon-Titel verbilligten sich um 6,2 Prozent, nachdem der Konzern über einen 48-prozentigen Rückgang des Betriebsgewinns im Zeitraum März bis November berichtet hatte. Der Gewinn von Seven & i fiel geringer aus als erwartet, die Anteilsscheine büßten 2,7 Prozent ein.

Auch die Automobilbranche verlor an Terrain. Der japanische Autobauer Toyota will Insidern zufolge erstmals seit Jahren wieder in neue Fabriken investieren. Zwei Autowerke wolle Toyota in China bauen, ein weiteres in Mexiko, sagten vier mit den Plänen vertraute Manager der Nachrichtenagentur Reuters. Toyota hatte vor drei Jahren entschieden, bis März 2016 keine neuen Werke zu bauen. Dieser Stillstand sei vorbei, sagte Jim Lentz, Chef des Nordamerikageschäfts von Toyota, am Rande der Automesse in Detroit. Die Toyota-Titel schlossen mit einem Verlust von 1,18 Prozent.

Der chinesische Telekommunikations-Riese Huawei hat sein Geschäft im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent steigern können. Der Gewinn stieg auf rund 34 Mrd. Yuan (umgerechnet 4,6 Mrd. Euro). Wegen der stark wachsenden Smartphone-Umsätze stieg das Verbrauchergeschäft um 32 Prozent. Die Netzwerksparte von Huawei wuchs um 15 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster investierte 40 Mrd. Yuan in Forschung und Entwicklung - ein Plus von 28 Prozent. Die Titel schlossen mit einem Minus von 0,07 Prozent.

In Australien gerieten insbesondere die Aktien der Eisenerz-Anbieter wieder unter Druck.