UniCredit rückt zu den stärksten Sorgenia-Aktionären auf
Rom (APA) - Die Bank-Austria-Mutter UniCredit rückt zu den stärksten Aktionären der Mailänder Stromgesellschaft Sorgenia auf. Der Verbund ha...
Rom (APA) - Die Bank-Austria-Mutter UniCredit rückt zu den stärksten Aktionären der Mailänder Stromgesellschaft Sorgenia auf. Der Verbund hat sich in den vergangenen Monaten im Zuge des mit den Banken vereinbarten Rettungspakets von seinem 47-Prozent-Anteil getrennt. UniCredit wird einen 9,8-prozentigen Anteil an dem Energiekonzern halten, berichtete die Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“.
UniCredit besetzt nach den Banken Monte dei Paschi di Siena (MPS), UBI und Banco Popolare Platz vier im Ranking der stärksten neuen Aktionäre Sorgenias, deren Kontrolle komplett von den Gläubigerbanken übernommen wurde. Ein entsprechendes Rettungspaket war im vergangenen Juli von den Banken sowie den bisherigen Sorgenia-Eigentümern nach sieben Monaten zäher Verhandlungen unterzeichnet worden.
Jetzt wird an einem Entwicklungsplan für Sorgenia gearbeitet. Die Gesellschaft soll demnach 2016 die Gewinnschwelle erreichen. Dank eines umfangreichen Veräußerungsplans soll die Verschuldung im kommenden Jahr von 1,8 Mrd. auf 1 Mrd. Euro reduziert werden. Dieses Ziel soll mit dem Verkauf von Assets erfolgen. Der Konzern will künftig auf den rentableren Corporate-Bereich setzen und in diesem Segment seine Zahl von 300.000 Kunden aufstocken. Vorgesehen sind starke Kürzungen bei den operativen Kosten und der Ausstieg aus Aktivitäten, die nicht mit der thermischen Stromproduktion zusammenhängen.
Der Verbund hatte den Sorgenia-Anteil bereits Ende 2013 auf null abgeschrieben. Der zu 51 Prozent im Besitz der Republik Österreich stehende Verbund war nicht bereit, noch Kapital in die Italien-Beteiligung zu stecken. Verkaufsversuche waren erfolglos. Insgesamt hat der Verbund in Italien rund 450 Mio. Euro abgeschrieben, 2013 erfolgten davon 396 Mio. Euro an Wertberichtigungen.
~ ISIN IT0004781412 WEB https://www.unicreditgroup.eu ~ APA244 2015-01-13/12:08
Kommentare