Ungarische Jobbik profitierte von Umfragetief der Orban-Partei
Budapest (APA) - Die ungarische rechtsradikale Jobbik-Partei profitiert laut einer Umfrage vom Popularitätsverlust der rechtskonservativen R...
Budapest (APA) - Die ungarische rechtsradikale Jobbik-Partei profitiert laut einer Umfrage vom Popularitätsverlust der rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz-MPSZ von Premier Viktor Orban. Zwar liegt die Fidesz-MPSZ in der Gesamtwählerschaft mit 23 Prozent noch deutlich vor der Jobbik mit 14 Prozent, einige Gruppen favorisieren jedoch die rechtsradikale Partei, so eine aktuelle Studie des Institut Ispos.
Die Orban-Partei büßte durch den historischen Absturz in der Wählergunst (Oktober-Dezember) eine Million potenzielle Wähler ein, und soll nun nur noch eine Basis von 1,8 bis 1,9 Millionen haben, konstatierte Ipsos am Dienstag. Profitiert hat die Jobbik dabei vor allem bei den Wählergruppen der Arbeitslosen und Facharbeitern. Dort liegt die rechtsextreme Partei mit 22 und 23 Prozent vor der Fidesz-MPSZ mit jeweils 18 Prozent.
In der Gesamtwählerschaft führt die Fidesz-MPSZ mit 23 Prozent, vor der Jobbik mit 14 Prozent, den Sozialisten (MSZP) mit elf Prozent und den Grünen LMP sowie der Demokratischen Koalition (DK) mit jeweils drei Prozent. Együtt-PM (Gemeinsam-Dialog für Ungarn) erhielt nur ein Prozent, während das Lager der unentschlossenen Wähler auf 3,3 Millionen (41 Prozent) anstieg. Die linksliberalen Parteien konnten der Umfrage zufolge nicht vom Popularitätsverlust der Orban-Partei profitieren.
Besonders besorgniserregend ist laut Ipsos, dass 1,3 Millionen Wahlbürger, die noch bei den Parlamentswahlen 2014 abstimmten, nun eine Wahlbeteiligung ablehnen. Obwohl 95 Prozent von ihnen der Meinung sind, dass die Entwicklung in Ungarn in eine schlechte Richtung verlaufe, hieß es weiter.
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