Investitionsplan: Von Wundern, Jesus und Juncker

Straßburg (APA) - Skeptisch über den Investitionsplan von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Ausmaß von 315 Mrd. Euro zeigte sic...

Straßburg (APA) - Skeptisch über den Investitionsplan von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Ausmaß von 315 Mrd. Euro zeigte sich im Europaparlament der griechische kommunistische Abgeordnete Dimitrios Papadimoulis. „Jesus Christus hat vielleicht solche Wunder tun können, aber Herr Juncker ist nicht Jesus“, so Papadimoulis am Dienstag in Straßburg.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz meinte dazu, „wir können gemeinsam feststellen, dass Juncker nicht Jesus ist“. Auf einen Zuruf des Chefs der Liberalen, Guy Verhofstadt, merkte Schulz scherzhaft an: „Herr Verhofstadt, wie, sie haben Zweifel? Das sagen wir dem Juncker aber“.

Papadimoulis merkte an, dass „meine Partei Syriza nicht Europa auflösen will. Wir wollen in der Eurozone als gleichwertiges Mitgliedsland bleiben. Mit Wachstum und Arbeitsplätzen“.

Der britische UKIP-Abgeordnete und EU-Gegner David Coburn hielt Papadimoulis entgegen, „das Beste für Griechenland wäre, die Eurozone zu verlassen. Das war eine Katastrophe von Anfang an. Das ist eine politische Währung, keine wirkliche finanzielle wirtschaftliche Währung. Sie wären viel besser dran, wären Sie nicht dabei“.

Der griechische EU-Mandatar replizierte, dass Coburn bei sich selber anfangen solle. Der britische UKIP-Chef Nigel Farage rieb sich vor allem am polnischen EU-Ratsvorsitzenden Donald Tusk. Seit dem EU-Beitritt seien zwei Millionen Polen aus ihrem Heimatland ausgewandert. Tusk sei ein weiterer Beleg dafür. „Sie sind von einem Gehalt von 60.000 Euro zu 300.000 Euro pro Jahr übergegangen, da haben Sie wirklich im Lotto gewonnen“. Jedenfalls sei Tusk „nicht der Mann, um die notwendigen Reformen zu liefern“.