Vor Rechnungshofprüfung A legte Parlament Bericht vor

Wien (APA) - Nach Kritik an der staatlichen A-Marketing wegen mangelnder Transparenz bei der Finanzierung hat die Gesellschaft am Dienstag d...

Wien (APA) - Nach Kritik an der staatlichen A-Marketing wegen mangelnder Transparenz bei der Finanzierung hat die Gesellschaft am Dienstag dem Parlament einen von FPÖ-Seite geforderten Tätigkeitsbericht vorgelegt. Im Jahr 2013 zahlten Österreichs Bauern 17,8 Mio. Euro an AMA-Marketingbeiträgen. Die Zahl ist seit Jahren stabil. Betont wird auch, dass AMA-Produkte großteils aus Österreich stammten.

Im Herbst hatte die FPÖ eine Prüfung der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH durch den Rechnungshof (RH) gefordert. „Wir beginnen gerade mit der Vorbereitung der Prüfung“, hieß es beim Rechnungshof am Dienstag auf APA-Anfrage.

Der blaue Agrarsprecher Harald Jannach hatte Querfinanzierungen via Werbeeinschaltungen in ÖVP-nahen Zeitungen vermutet und außerdem wissen wollen, wie hoch das AMA-Marketingbudget tatsächlich ist.

Laut aktuellem Bericht kamen 2013 zu den 17,8 Mio. Euro, die die Bauern an Abgabe an die AMA leisteten, noch 2,3 Mio. Euro an Zuschüssen der EU-Kommission für Kofinanzierungen sowie Einnahmen in Höhe von knapp 3 Mio. Euro etwa aus Lizenzgebühren. Die Aufwendungen für Qualitätssicherungsmaßnahmen und Marketing beliefen sich auf 17,1 Mio. Euro - der größte Teil (18 Prozent) entfiel auf „Aktivitäten im Printsektor“.

Rund 43.000 landwirtschaftliche Betriebe nehmen an den AMA-Programmen teil, weiters 1.900 Verarbeiter und Händler sowie 1.300 Restaurants. Der Bericht betont auch, dass Produkte mit dem AMA-Gütesiegel zu 100 Prozent aus Österreich stammen und auch in Österreich be- und verarbeitet werden müssen.

Es gibt aber Ausnahmen: Bei zusammengesetzten Lebensmitteln dürfen Zutaten aus dem Ausland bezogen werden, wenn diese in Österreich nicht oder nicht in ausreichenden Mengen hergestellt werden. Dieses Zutaten dürfen bis zu einem Drittel des Produkts ausmachen. Konkret stammt oft die Fruchtmischung in Joghurts aus dem Ausland oder der Pfeffer in der Wurst.