USA

Anstieg von Erpressungen mit „falschen Entführungen“

Polizisten in der Stadt Apatzingan.
© REUTERS

Ein Kidnapping von Angehörigen wird den Opfern am Telefon vorgegaukelt.

New York – Die New Yorker Behörden sind besorgt über den Anstieg von „falschen Entführungen“, bei denen Trickbetrüger Lösegeld für eine Person erpressen, die sich gar nicht in ihrer Gewalt befindet. Alleine im vergangenen Jahr seien in der US-Ostküstenmetropole hunderte Fälle gemeldet worden, teilte die Bundespolizei FBI am Dienstag mit.

Besonders betroffen sind demnach Einwanderer aus lateinamerikanischen Ländern. Die Masche funktioniert laut FBI so: Der Betrüger ruft eine Familie an und behauptet, einen Angehörigen gekidnappt zu haben. Mit Hilfe von Komplizen versucht er, die Opfer von der Echtheit der Entführung zu überzeugen. So könne während des Telefonats jemand im Hintergrund um Hilfe schreien. Die Opfer werden angewiesen, noch während des Telefongesprächs das Lösegeld über einen Transferservice wie Western Union zu überweisen.

Die Trickbetrüger würden sich verschiedener Techniken bedienen, um die Opfer einzuschüchtern und sie zu überstürzten Entscheidungen zu bringen, berichtete das FBI. Die meisten Täter hätten offenbar lateinamerikanische Wurzeln und würden am Telefon mit einem spanischen Akzent sprechen. (APA/AFP)