Rumpf der abgestürzten AirAsia-Maschine gefunden
Nach dem Fund der beiden Flugschreiber konzentriert sich die Suche nun wieder auf den Rumpf der im Meer liegenden Unglücksmaschine. Die Suchmannschaften hoffen, noch weitere Opfer bergen zu können.
Jakarta – Nach dem Fund der beiden Flugschreiber haben die Suchmannschaften in Indonesien ihre Bemühungen auf den Rumpf der in die Javasee gestürzten AirAsia-Maschine konzentriert. „Wir gehen davon aus, dass dort noch immer viele Leichen sind“, sagte Einsatzleiter Suryadi Supriyadi am Mittwoch. Die Angehörigen hätten die Hoffnung nicht aufgegeben, dass noch weitere Opfer geborgen werden.
Mehr als zwei Wochen nach dem Absturz haben die Suchmannschaften nun zweifelsfrei den Flugzeugrumpf entdeckt. Ein an der Suche beteiligtes Marineschiff aus Singapur habe den Rumpf auf dem Boden der Java-See geortet, teilte der Verteidigungsminister des Stadtstaates, Ng Eng Hen, am Mittwoch über Facebook mit.
Dem Eintrag beigefügt waren Unterwasseraufnahmen von dem Rumpf, auf dem Teile des Mottos der Billiglinie - „Now Everyone Can Fly“ (Jetzt kann jeder fliegen) - zu sehen sind. Die Entdeckung des Flugzeugteils ist für die Hinterbliebenen der 162 Absturzopfer eine wichtige Nachricht, denn die Experten vermuten, dass sich die meisten Todesopfer noch in der Passagierkabine befinden.
Bisher wurden 48 Tote aus dem Wasser gezogen. An Bord des Flugzeugs waren insgesamt 162 Menschen, als sie Ende Dezember abgestürzt war. Taucher hatten am Dienstag den zweiten Flugschreiber geborgen. Von der Auswertung der beiden Geräten erhoffen sich Experten Aufschluss über die Absturzursache. Nach Angaben des indonesischen Transportministeriums dürften Ergebnisse aber erst in einigen Monaten vorliegen.
Der Airbus war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der Insel Java nach Singapur bei einem Sturm abgestürzt. Ob das schlechte Wetter tatsächlich für den Absturz verantwortlich war, ist unklar: Andere Flüge auf derselben Strecke wurden von dem Unwetter nicht beeinträchtigt (APA/dpa)