Vorarlberger Mobbingopfer klagt Republik - Zivilprozess fortgesetzt
Bregenz (APA) - Weil er an seiner Schule gemobbt worden sei, hat ein 16-Jähriger die Republik Österreich verklagt. Beim Auftakt des Zivilpro...
Bregenz (APA) - Weil er an seiner Schule gemobbt worden sei, hat ein 16-Jähriger die Republik Österreich verklagt. Beim Auftakt des Zivilprozesses im vergangenen Oktober kam eine Einigung zwischen den Parteien nicht zustande. Heute, Mittwoch, wurde der Prozess am Landesgericht Feldkirch fortgesetzt. Es geht um eine Schadenssumme in Höhe von 21.000 Euro, eine Entscheidung war vorerst nicht zu erwarten.
Der Bub soll am Bregenzer Gymnasium Gallusstraße zwei Jahre lang gemobbt worden sein und habe psychisch sehr gelitten. Immer wieder habe es Aktionen seiner Mitschüler gegeben. Bei der ersten Tagsatzung im Oktober gaben die Eltern des Jugendlichen an, mehrfach bei der Schulleitung interveniert zu haben, geschehen sei aber wenig. Statt die Anführer des Mobbings zurechtzuweisen, habe man lediglich angeboten, den Sohn in eine andere Klasse zu versetzen. Seitens der Schule wurde der Vorwurf, nicht entsprechend auf den Missstand reagiert zu haben, als abstrus zurückgewiesen.
Nach der ersten Prozessrunde regte Richter Gerhard Winkler an, noch einmal Vergleichsgespräche zu führen, diese führten aber zu keinem Ergebnis. Beim ersten Verhandlungstermin hatten nur die Eltern des 16-Jährigen ausgesagt, heute, Mittwoch, sollten auch der Schüler und Zeugen zu Wort kommen.
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