Gemeinnützige Bauträger peilen Rekordjahr an
2015 sollen 1470 neue Wohnungen in Tirol entstehen. 329 Millionen Euro wollen die Bauträger investieren. Dabei hält der Trend zum Mietkauf weiterhin an.
Wörgl –Die 12-Millionen-Euro-Baustelle im Wörgler Gradlareal des Tiroler Friedenswerkes war die Kulisse für eine Pressekonferenz der Tiroler gemeinnützigen Bauträger. So wie in Wörgl bauen diese derzeit in 52 Orten. „Das ist ein absoluter Höchststand“, sagt Franz Mariacher (Tigewosi), stellvertretender Landesobmann der Vereinigung. Dabei entstünden Wohnungen nicht nur in Städten, sondern auch in Dörfern, „wo ansonsten nicht mehr gerne gebaut wird“, betonte er gemeinsam mit Landesobmann Klaus Lugger (Neue Heimat Tirol, NHT) sowie dem Stellvertreter Markus Lechleitner (Alpenländische Heimstätte).
Die Bilanz des Vorjahres sowie die Aussicht auf 2015 können sich sehen lassen. Heuer soll ein Bauvolumen von 329 Millionen Euro (davon 56 Mio. Instandhaltung) umgesetzt werden, was wiederum einen starken Impuls für die Bauwirtschaft darstelle. 2014 waren es 308 Mio. Euro. Heuer sind 1340 Mietwohnungen und 130 Eigentumswohnungen projektiert. Eine klare Steigerung gegenüber 2014 mit 1297 Wohnungen. Dabei zeige sich weiter der Trend hin zu Mietkaufwohnungen und weg von Eigentumswohnungen. Eine Entwicklung, die man nicht gerne sehe. Um sie zu ändern, müssen die Förderungen umgestellt werden, damit Eigentum erschwinglich bleibt, betonen die Vorstandsmitglieder.
Apropos erschwinglich: Die gemeinnützigen Bauträger verweisen auf die jüngsten Vergleiche von Statistik Austria: So bezahlen die 39.000 Mietwohnungsinhaber im Schnitt bei den Gemeinnützigen sechs Euro pro Quadratmeter, auf dem freien Markt seien es bis zu 43 Prozent mehr.
Zugleich fungieren die Gemeinnützigen als Verwalter für 66.293 Wohnungen. (wo)
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