Schwächung der Krone bescherte tschechischer Notenbank wieder Gewinn
Prag (APA) - Die Interventionen zur Schwächung der Krone haben der Tschechischen Nationalbank (CNB) 2014 zum weiten Mal in Folge einen hohen...
Prag (APA) - Die Interventionen zur Schwächung der Krone haben der Tschechischen Nationalbank (CNB) 2014 zum weiten Mal in Folge einen hohen Gewinn beschert. 2014 waren es 56,6 Mrd. Kronen (2 Mrd. Euro). Das ist zwar um ein Fünftel weniger als im Jahr davor, aber immer noch hoch. 2013 hat die CNB mit den Interventionen begonnen. Die tschechische Krone ist derzeit auf einem Tiefststand seit Jahren.
Die Gewinne der Notenbank seien vor allem auf die Schwächung des Kurses der tschechischen Währung gegenüber den Auslandswährungen in Folge der 2013 begonnen Interventionen der CNB zurückzuführen, berichteten tschechische Medien am Mittwoch. „Der Großteil des vorläufigen Gewinns ist auf die Kursgewinne in Folge der Schwächung der Krone gegenüber den Haupt-Reservewährungen zurückzuführen, der Rest auf die Erlöse aus der Verwaltung der Devisenreserven“, bestätigte CNB-Sprecher Tomas Zimmermann.
Die CNB werde den Gewinn wie im Vorjahr zur Tilgung des kumulierten Verlusts aus früheren Jahren verwenden, der auf die Aufwertung der tschechischen Währung zurückzuführen gewesen sei, hieß es. Experten machen darauf aufmerksam, dass die CNB leicht wieder in die Verlustzone rutschen könnte, wenn sie die Interventionen einstellt und die tschechische Krone wieder aufgewertet wird.
Anfang dieser Woche ist der Kurs der Krone auf ein Sechs-Jahrestief gegenüber dem Euro und auf ein Neun-Jahrestief gegenüber dem US-Dollar eingebrochen. Analysten führen den Verfall auf die Dezember-Inflation zurück, die viel niedriger ausgefallen war als erwartet. Weiters fürchtet man am Kapitalmarkt, dass die Notenbank im Februar ihre Interventionen verstärken könnte.
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