HTL und Wirtschaft jubeln über neues Studium
Ab Herbst 2016 gibt es in Lienz ein Bachelor-Studium in Mechatronik. Besonders für HTL-Maturanten ist das eine große Chance.
Von Catharina Oblasser
Lienz –Lienz wird zur Universitätsstadt. Das Bachelorstudium in Mechatronik startet mit dem Wintersemester 2016/17. Das beschloss die Tiroler Landesregierung in ihrer letzten Sitzung, jährlich will sie 1,3 Millionen Euro in das neue Studium investieren. Lienz arbeitet dabei mit der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck und der UMIT in Hall zusammen, wo es dieses Studium schon gibt.
In Osttirol ist die Freude über das neue Bildungsangebot groß. „Das ist eine sensationelle Neuigkeit“, jubelt Peter Girstmair, Direktor der HTL Lienz. Denn diese hat ebenfalls den Schwerpunkt Mechatronik. „Wir wissen, dass etwa die Hälfte unserer 50 bis 60 Maturanten, die wir jährlich haben, studieren gehen. Überwiegend wählen sie technische Fächer. Da ist dieses Angebot natürlich großartig“, sagt Girstmair. Damit ist eine nahtlose Mechatronik-Ausbildung bis zum Bachelor-Abschluss vor Ort gewährleistet.
Begeisterung herrscht auch in der Wirtschaftskammer. „Das ist sehr positiv und passt perfekt zu unserer Kernkompetenz“, meint Geschäftsführer Reinhard Lobenwein. Mehr als 4000 Menschen im Bezirk seien im Bereich Mechatronik beschäftigt. „Bei den großen Firmen wie Liebherr, Durst, Hella, IDM oder IWT werden Mechatroniker gebraucht. Mit dem Studium vor Ort wird Osttirol als Standort somit attraktiver“, erklärt der Geschäftsführer. Zusätzlich möchte Lobenwein auch Oberkärnten und das Südtiroler Pustertal bei Ausbildungen mit ins Boot holen. Es könnte eine universitäre Achse Spittal – Lienz – Bruneck geben, meint er. „In Spittal sind die Baufächer angesiedelt, in Bruneck der Tourismus und in Lienz die Mechatronik.“ Fix ist schon, dass 25 bis 30 Studierende aufgenommen werden, das Studium dauert sechs Semester. In welchem Gebäude unterrichtet wird, ist noch offen. Am 30. Jänner findet die erste Arbeitssitzung mit Vertretern der Uni Innsbruck und der UMIT statt. Nähere Details kann auch Melanie Bartos, Sprecherin der Uni Innsbruck, noch nicht nennen. „Strukturen, Studienpläne und Abläufe müssen erst besprochen werden“, meint sie.
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