HBC - Lebensmittelwarnung für Obst, Gemüse und Honig aufgehoben

Klagenfurt (APA) - Die Warnung vor Lebensmittel aus dem Görtschitztal ist in Bezug auf Obst, Gemüse und Honig aufgehoben worden, erklärte La...

Klagenfurt (APA) - Die Warnung vor Lebensmittel aus dem Görtschitztal ist in Bezug auf Obst, Gemüse und Honig aufgehoben worden, erklärte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Ausgenommen von der Freigabe für pflanzliche Produkte sind Kräuter, die nach wie vor eine Belastung mit dem Umweltgift HCB (Hexachlorbenzol) aufweisen.

Für Milch, Fleisch und Öl werde „keine abschließende Entwarnung“ gegeben, betonte Umwelthygieniker Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien. Mit den zuständigen Regierungsmitgliedern und Experten auf Bundes- und Landesebene wurde bei einem „HCB-Gipfel“ am Vormittag über eine „koordinierte Freigabe von Lebensmitteln aus dem Görtschitztal“ gesprochen.

Hutter sagte, es sei wichtig, dass die Görtschitztaler jede weitere Aufnahme des Umweltgifts verhindern, auch wenn die Belastung des jeweiligen Lebensmittels unter dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Basierend auf den derzeit laufenden Blutuntersuchungen werde es eine „komplexe Analyse“ geben, um für die betroffene Bevölkerung speziell zugeschnittene Empfehlungen abgeben zu können. „Die gesetzlichen Grenzwerte sind uns zu lax“, sagte Hutter.

1.087 Lebensmittelproben wurden auf Spuren von Hexachlorbenzol (HBC) untersucht, zwei Drittel davon sind ausgewertet. In 94 Prozent der pflanzlichen Lebensmittel waren keine Rückstände feststellbar. Obst, Gemüse und Honig gelten daher als unbedenklich, bei Kräutern ist aufgrund der ätherischen Öle weiterhin Vorsicht geboten, ebenso bei Ölerzeugnissen.

Bei Milchprodukten wurden in 18 Prozent der Proben erhöhte bzw. stark erhöhte HBC-Werte festgestellt, nur in gut der Hälfte der Fälle war das Umweltgift nicht nachweisbar. Weiterhin entsorgt wird die Milch von fünf Betrieben. Durch den Futtermitteltausch, der derzeit läuft, sollten sich auch diese Werte verbessern. Bei Fleischprodukten gab es bei 40 Prozent der Proben einen nachweisbaren bzw. erhöhten Wert, unbelastet waren 60 Prozent.