Homosexualität: Freude und weitere Forderungen nach VfGH-Entscheidung
Wien (APA) - Die Aufhebung des Adoptionsverbotes für homosexuelle Paare ist am Mittwoch auf großteils sehr positive Reaktionen gestoßen. Gle...
Wien (APA) - Die Aufhebung des Adoptionsverbotes für homosexuelle Paare ist am Mittwoch auf großteils sehr positive Reaktionen gestoßen. Gleichzeitig wurden weitere Forderungen nach Gleichstellung etwa seitens der SPÖ laut.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sah sich durch das Urteil des Verfassungsgerichtshofs „bestärkt darin, dass in Sachen Gleichstellung was weiter gehen muss“. Sie verwies hier etwa auf die Verpartnerung am Standesamt, die Weiterentwicklung des Papamonats zu einem Babymonat, die Möglichkeit eines gemeinsamen Familiennamens und die Öffnung der Ehe.
Auch SPÖ-Klubchef Andreas Schieder begrüßt das VfGH-Erkenntnis: Für Ungleichbehandlung gebe es „keine sachliche Rechtfertigung“. In den nächsten Monaten werde man intensive Gespräche über die Reparatur des Gesetzes führen, so Schieder.
Erfreut über die Entscheidung zeigten sich auch die Sozialdemokratische LSBTI Organisation (SoHo), die SPÖ-Frauen und der Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern. Die Grünen sprachen in einer Aussendung von einem „historischen Urteil“ und forderten die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Die Aufhebung des Adoptionsverbotes sei ein „Entscheid für das Kindeswohl“, hieß es weiters.
Die Öffnung der Ehe für Gleichgeschlechtliche forderten auch die NEOS, denn jegliche Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung müsse ein Ende haben. „Traurig“ sei, dass es beim Adoptionsrecht erst wieder ein höchstgerichtliches Urteil brauche.
Das Team Stronach nahm die Entscheidung zur Kenntnis, Marcus Franz gab aber zu bedenken: „Bereits jetzt gibt es zehnmal so viele adoptionswillige Hetero-Paare als es Adoptions-Kinder gibt. Wer wird nun die Entscheidung treffen, welches Kind von welchen Antragstellern adoptiert werden darf?“
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