Innenpolitik

Mitterlehner plant neue Hürden für Studierende

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Wien – Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will im März einen Vorschlag für die künftige Gestaltung des Zugangs zu den Univers...

Wien –Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will im März einen Vorschlag für die künftige Gestaltung des Zugangs zu den Universitäten vorlegen. Passend dazu hat er gestern eine neue Studie – den „Wissenschaftsmonitor“ – präsentiert. Seine Kernaussage: Knapp 70 Prozent der rund 2000 Befragten halten Zugangsbeschränkungen für gerechtfertigt. Diese Zahl gilt sowohl für die Gesamtbevölkerung als auch für Studierende. SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl lehnt einen Ausbau der Zugangsbeschränkungen ab.

Die bestehenden Beschränkungen in den Studienfeldern Architektur, Biologie, Wirtschaft, Informatik und Pharmazie laufen zu Jahresende aus und müssen neu verhandelt werden. Mitterlehner hat bereits angekündigt, die Beschränkungen auf Jus und einige Sprachen ausweiten zu wollen. In den betroffenen Fächern ist die Zahl der Studienanfänger begrenzt. Die Unis können Auswahlverfahren durchführen.

Für die vom Wissenschaftsministerium beauftragte Studie hat das Institut für Strategieanalysen (ISA) rund 2000 Personen online befragt. Die Zustimmung zu Beschränkungen steigt mit dem Lebensalter. Generell wird der freie Zugang zum Studium als nicht mehr zeitgemäß und unfinanzierbar empfunden.

Nicht aufwärmen will Mitterlehner vorerst das Thema Studiengebühren. Bei den nächsten Regierungsverhandlungen würden sie aber wieder relevant: „Wenn die Zeit wieder da ist, werden wir das Thema wieder besetzen und einbringen.“

Ein Nein zu Zugangsbeschränkungen kommt auch von der grünen Wissenschaftssprecherin Sigrid Maurer und der Hochschülerschaft. (APA, TT)